Red Hat hebt Enterprise Linux auf Googles Compute Engine

Anwender von Red Hat Enterprise Linux können mit der entsprechenden Lizenzierung RHEL auch über Red Hat Cloud Access in der Google Cloud Engine nutzen, wie das Unternehmen mitteilt. Google war dem Programm Red Hat Certified Cloud Provider bereits im November beigetreten und damit einen vor dem Regelbetrieb der Compute Engine.

Für die Google Cloud Platform kommentierte Manager Chris Rimer: “Unternehmen fordern heute Leistung, Skalierbarkeit, Flexibilität und Sicherheit, um ihre Anwendungen auszuführen. Mit Cloud Access haben Kunden die Option, existierende Abonnements von Red Hat Enterprise Linux auf Googles Infrastruktur zu bringen. Durch die Zusammenarbeit können wir Kunden eine leistungsfähige und konsistente Open-Source-Erfahrung mit Google Cloud Platform und Compute Engine liefern.”

Letzten Monat hatte Red Hat überraschend eine Technik angekündigt, die es ermöglicht, .NET- und SQL-Server-Anwendungen auf OpenShift einzusetzen. Allerdings ist dieses Projekt derzeit noch in einem relativ frühem Stadium.

Auf Unterstützung durch Microsoft selbst verzichtet es dabei und arbeitet stattdessen im Rahmen des Projekts OpenShift Origin mit Uhuru Software zusammen. Origin ist die Community hinter OpenShift Online, einem kommerziellen Platform-as-a-Service-Angebot von Red Hat. Uhuru Software dagegen wurde vor knapp zwei Jahren von zwei Ex-Microsoft-Mitarbeitern gegründet.

Für die Google Cloud Platform verfügt Google wie Red Hat mit dem Programm Certified Cloud Provider über ein Partnerprogramm, das kürzlich erweitert wurde: Künftig können ihm auch Firmen beitreten, die Fortbildungen zu Googles Cloud-Infrastruktur offerieren.

Derzeit sind 161 registrierte Partner im Google Cloud Platform Partner Program gelistet, das nun grundsätzlich zwei Arten Firmen aufnimmt: Technikpartner, die Werkzeuge oder zusätzliche Funktionen für die Google Cloud Platform bereitstellen, und Service-Partner, die Beratungen oder andere Dienste anbieten. Zu den bekanntesten Partnern zählen Riverbed, Cloud Sherpas und New Relic. Sie befassen sich mit allen Aspekten der Cloud-Plattform von Google: App Engine, Compute Engine und Cloud Storage.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

Tipp: Sind Sie ein Fachmann in Sachen Cloud Computing? Testen Sie Ihr Wissen – mit dem Quiz auf silicon.de.

Redaktion

Recent Posts

Metaversum: Arbeitsplatz der Zukunft mit dem Mensch im Mittelpunkt

Vom 17. bis 19. Juli findet das größte Event für Tech-Recruiting und Employer Branding auf…

13 Stunden ago

NIS-2-Richtlinie verändert Verantwortung für Domain-Sicherheit

Richtlinie enthält erweiterte und präzisierte Anforderungen und bringt spezifische Verpflichtungen und erhöhte Verantwortlichkeiten für Unternehmen.

14 Stunden ago

Lock-In-Effekte auf dem Cloud-Markt nicht zu unterschätzen

Lizensierungspraktiken auf dem Cloud-Markt begünstigen die Bündelung von Software- und Cloud-Angeboten und führen zu Lock-In-Effekten…

14 Stunden ago

Automobilzulieferer Bosch baut Software-Portfolio stark aus

Eine Vielzahl neuer Software-Lösungen soll domänenübergreifende Funktionen liefern und das Design der Fahrzeugarchitekturen vereinfachen.

18 Stunden ago

EU Cyber Resilience Act: Auswirkungen für die Sicherheit von Produkten und Services

Vor welche Herausforderungen die EU-Verordnung die Unternehmen stellt, erklären Security-Experten von Fortinet im Podcast.

1 Tag ago

Malware-Ranking Juni 2024: RansomHub entthront LockBit3

Global Threat Index von Check Point: RansomHub war die am weitesten verbreitete Ransomware-Gruppe, gefolgt von…

3 Tagen ago