Big Data: Welche Skills wirklich wichtig sind

Derzeit würden vor allem Kompetenzen von Mitarbeitern für das Errichten einer Big-Data-Infrastruktur gesucht. Die Experten von DAS schließen daraus, dass gerade in den Anwenderunternehmen die entsprechenden Projekte noch am Anfang stehen. Unter Infrastruktur verstehen die Experten Technologien wie Hadoop, Hbase, NoSQL sowie Cluster-Technologien.

Solange die Infrastruktur noch nicht einsatzbereit ist, brauchen die Unternehmen noch weniger Datenanalysten und Statistiker. Die kommen laut der Untersuchung, die bereits auf der Cebit2014 durchgeführt worden ist, aber bereits an zweiter Stelle bei der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern. Und an diese Fachkräfte werden ganz spezielle Forderungen gestellt: Sie sollten nicht nur gute Datenanalysten und Statistiker (R oder vergleichbare Sprachen) sein, sondern auch beim Thema Datenintegration und Datentransformation ein hohes Niveau aufweisen können. Als entsprechende Tools werden hier SPL, XQuery oder SQL genannt.

Datenanalysten sollten zudem den Kontakt zu den Fachabteilungen herstellen. Die Kooperation mit den Abteiltungen wird erwartet. Und das in diesen Abteilungen schlummernde Wissen ist auch für eine Analyse unabdingbar, die für das Unternehmen einen Mehrwehrt generieren soll.

Bei der Betrachtung der Präferenzen für Kompetenzen im Bereich des Branchenwissens, scheinen solche Kompetenzen unabdingbar, um Big-Data-Projekte auf höchstem Niveau durchzuführen.

Schon bei der Definition und Konzeption eines Big Data Projektes sollte stets auf den direkten Bezug zu den Geschäftsmodellen geachtet werden und der, so raten die Experten von DAS – das Unternehmen bietet Softwarelösungen für integriertes Skills- und Ressourcenmanagement in Projektorganisationen mit hochqualifizierten Mitarbeitern – sollte auch über entsprechende Kompetenzen in den Geschäftsbereichen sichergestellt werden.

Derzeit eher weniger gefragt sind laut DAS Kompentenzen bei Präsentation und Visualisierung von Daten. Die Standardlösungen sind derzeit offenbar noch ausreichend und meist auch von Mitarbeitern ohne gesonderte Kenntnisse zu bedienen. Auch daran lesen die Autoren der Studie ab, dass Big Data noch eher am Beginn steht.

Unternehmen sollten über gezielte interne Schulungsprogramme und Weiterbildungen Talente halten, entwickeln und fördern. Für die Karriereplanung könnten sich entsprechende Schulungen und Zertifikate positiv auswirken.

Big Data werde derzeit jedoch hauptsächlich als technisches Phänomen behandelt. Daher sind derzeit in diesem Bereich Kräfte mit technischen Hintergrund gefragter als Experten mit Fachkenntnissen. Wer sich über so genanntes Business-Domänen-Wissen abgrenzen will sollte das auf sehr hohem Niveau tun, ansonsten stünde der Bildungsaufwand nicht für das Interesse der potentiellen Arbeitgeber.

Wann mit einer Verschiebung der Nachfrage von Skills zu rechnen ist, darüber machen die Autoren der Studie keine Angaben.

Zieht man aber andere Studien mit heran, wie etwa die aktuell veröffentlichte ERP-Zufriedenheitsstudie der Trovarit AG, dann zeigt sich – zumindest unter ERP-Anwendern – derzeit noch ein eher geringes Interesse an Big Data in den Unternehmen.

Die Studie kann kostenlos über die Web-Seite des Unternehmens herunter geladen werden.

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Martin Schindler

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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