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3D-Druck in der deutschen Fertigungsindustrie

Etwa 23 Prozent der Fertiger in Deutschland glauben an das Potenzial von 3D-Druck. Das geht aus einer Studie des Dienstleisters Freudenberg IT hervor. In Zukunft werde man häufiger kleinere “Microfactories” statt großer Herstellungsbetriebe sehen.

Freudenberg IT ein auf den fertigenden Mittelstand spezialisiertes Systemhaus, hat zusammen mit dem Beratungshaus Pierre Audoin Consultants (PAC) die mittelständische Fertigungsindustrie in Deutschland befragt, welche Bedeutung der 3D-Druck für sie hat.

Studienteilnehmer waren rund 130 IT-Entscheider und Produktionsleiter mittelständischer Fertigungsunternehmen in Deutschland. Sie stammen aus den Branchen Maschinen- und Anlagenbau (36 Prozent), Automotive (29 Prozent) sowie sonstige Fertigung (36 Prozent) und vertreten Firmen mit einer Mitarbeiterzahl von 250 bis 499 (40 Prozent) beziehungsweise 500 bis 4499 (60 Prozent).

Die Anzahl der Entscheider in der Fertigungsindustrie, die effektive Anwendungsmöglichkeiten des 3D-Drucks erkennen können, wächst. (Grafik: PAC)

Der Befragung zufolge stimmen 23 Prozent der Unternehmen der These zu, dass sich durch 3D-Druck in der Produktion Kosten- und Effizienzvorteile erzielen lassen. Der “IT Innovation Readiness Index” von PAC spricht von möglichen “Microfactories” und der Bedeutung der inzwischen ausgereifteren Technik für den Trend “Industrie 4.0″.

Kernergebnis des Reports ist, dass 45 Prozent der Produzenten dreidimensionaler Werkstücke, im 3-Druck eine neue Chance für ihr Geschäft sehen.

Stefanie Naujoks, Analystin Project Services and Manufacturing Markets bei PAC: “Dass rund ein Drittel der befragten Unternehmen der Aussage nicht zustimmt, liegt sicherlich auch darin begründet, dass 3D-Druck für manche Unternehmen einfach nicht geeignet ist. So hängt es sehr stark von den individuellen Gegebenheiten in der Produktion ab, das heißt welche Produkte produziert werden.”

Der 3D-Druck erlaubt die effiziente Fertigung kleinerer Mengen und weckt daher im industriellen Mittelstand einige Hoffnungen. Die Wertschöpfung wandere voraussichtlich von Großfabriken vermehrt in ein dezentrales Netzwerk aus Microfactories. Die Herstellung von Konsumgütern werde lokaler und Lieferketten verkürzten sich, heißt es im Report.

Das könne auch die Innovationszyklen verkürzen, denn “das nächste neue Produkt liegt quasi nur einen Druckjob weit entfernt”. Außerdem ließen sich Produkte bis ins kleinste Detail an spezielle Kundenwünsche anpassen und individualisieren. Die On-Demand-Produktion könne damit einen neuen Höhenflug erleben. Statt wie aktuell benötigte Teile vom Lieferanten zum Montageband zu bringen, könne man sie nun drucken und so auch Logistikkosten einsparen.

“3D-Druck hat einen unmittelbaren Bezug zu den IT-Megatrends Big Data und Cloud Computing”, behauptet Manfred Stein, Director Marketing & Corporate Communications bei Freudenberg IT. Denn außer den Daten für eine selbststeuernde Fertigung müssten auch alle digitalen Konstruktionspläne für die 3D-Druck-Teile in Echtzeit zur Verfügung stehen.

[mit Material von Manfred Kohlen, ITespresso.de]

Martin Schindler

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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