LiMux: München engagiert sich bei LibreOffice

“The Document Foundation”, die Organisation, die hinter der Open-Source-Office-Alternative LibreOffice steht, gibt mit der Stadt München ein neues Mitglied im Advisory-Board der Stiftung bekannt. Vertreten wird München durch den Computerwissenschaftler Florian Haftmann.

“Die Stadt München ist eine wichtige Referenz für jede Migration auf freie Software und wird damit im Advisory Board einen wichtigen Beitrag leisten, wo es zusammen mit MIMO, der Migration französischer Ministerien auf LibreOffice sowie verschiedenen Unternehmen, die rund um LibreOffice Mehrwerte liefern, vertreten ist”, kommentiert Thorsten Behrens, Chairman von TDF.

München hatte bereits im Jahr 2003 das Projekt LiMux angestoßen. Zehn Jahre später wurde die Migration der Verwaltungs-IT auf Open-Source-Alternativen abgeschlossen. Auch wenn es in der jüngsten Vergangenheit vor allem durch den neuen Oberbürgermeister Dieter Reiter immer wieder scharfe Kritik an der Umstellung von 16.000 Arbeitsplätzen gegeben hat, ist das Projekt sei 2013 abgeschlossen. München ist in Deutschland die größte öffentliche Einrichtung, die sich bei der IT auf Open Source verlässt. Experten sehen eine Rückkehr Münchens auf proprietäre Lösungen wie Microsoft zudem mit hohen Kosten verbunden.

Durch diese Migration erhoffen sich die Stadtväter stärkere Unabhängigkeit von einzelnen Herstellern sowie eine stärkere Standardisierung der Arbeitsplätze. In der Anfangsphase des Projektes griff die Stadt vor allem auf OpenOffice.org als Produktivumgebung zurück. Inzwischen aber setzt die Stadt starke Präferenzen bei LibreOffice.

Das TDF Advisory Board umfasst nun 17 Mitglieder: AMD, CIB Software, Stadt München, CloudOn, Collabora, FrODeV (Freies Office Deutschland), FSF (Free Software Foundation), Google, Intel, ITOMIG, KACST (King Abdulaziz City of Science and Technology of Saudi Arabia), Lanedo, MIMO (Consortium of French Ministries), RedHat, SPI (Software in the Public Interest), Studio Storti sowie SUSE.

Martin Schindler

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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