HP schrumpft weiter

HP veröffentlicht die Zahlen des ersten Quartals 2015. Erneut muss der Konzern rückläufigen Umsatz und Gewinn verbuchen. Zudem senkt das Unternehmen die Prognose. Dafür ist vor allem eine geringere Nachfrage im Business-Bereich für Services verantwortlich.

So sinkt der Umsatz des Ende Januar zu Ende gegangenen ersten Geschäftsquartals im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 26,8 Milliarden Dollar (23,6 Mrd Euro). Trotz umfangreicher Restrukturierungsmaßnahmen und Entlassungen sinkt auch der Nettogewinn um vier Prozent auf 1,37 Milliarden Dollar. Damit bleibt der Technologie-Riese weit hinter den Erwartungen der Börse zurück und der Kurs der HP-Aktie fällt nachbörslich um etwa sieben Prozent.

Vor allem im Bereich Enterprise Services muss HP Umsatzeinbußen hinnehmen. Diese summieren sich auf 11 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf. HP bleibt mit dem Ergebnis des am 31. Janur zu Ende gegangenen Quartal hinter den Erwaruten zurück. (Bild: HP)

So sinkt der Umsatz in der Services-Sparte von 5,595 Milliarden Dollar um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 4,993 Milliarden Dollar. Auch im Bereich Software, eigentlich ein von HP angestrebter Wachstumsmotor gehen die Umsätze zurück. So setzt das Unternehmen im 1. Quartal 2015 insgesamt 871 Millionen Dollar um, das sind etwa 5 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Besonders deutlich sind die Verluste bei Networking (- 11 Prozent) und bei den Business Critical Systems (- 9 Prozent). Im Bereich Industry-Standar-Servers kann HP von 3,178 Milliarden auf 3,387 Milliarden Dollar um 7 Prozent wachsen.

Das mag auch daran gelegen haben, dass HP die Gewinnprognose gesenkt hatte. CEO Meg Whitman begründet diesen Schritt mit einem starken Dollar. Der drücke auf die Erträge im Ausland. Zudem steht dem Unternehmen ein weiterer wichtiger Schritt bevor.

Das Unternehmen will die PC- und Drucker-Sparte in diesem Jahr aufspalten. Bei der Bekanntgabe der Zahlen beziffert HP die Kosten für diesen Schritt auf rund 1,50 Dollar je Aktie. Die Aufspaltung des Unternehens würde somit etwa 2,7 Milliarden Dollar kosten.

Am Ende wird es ein HP für Unternehmenskunden geben und eines für Drucker und PCs. Beide Unternehmen werden jeweils etwa die Hälfte des Umsatzes ausmachen und nach wie vor an der Börse gelistet sein. Durch diese Restrukturierung hofft das HP-Management schnelleres Wachstum in den einzelnen Bereichen zu erreichen.

Bereits im Vorfeld der geplanten Aufspaltung gibt es Verschiebungen im Management. Es war bekannt geworden, dass Mårten Mickos, Senior Vice President und General Manager von HP Cloud, sich neuen Aufgaben widmen werde.

Kurz vor Bekanntgabe der Zahlen meldete HP auch einen Outsourcing-Deal mit der Deutschen Bank mit einem Volumen von “mehreren Milliarden Dollar” und einer Laufzeit von 10 Jahren.

Redaktion

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