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Atos bringt mit Bull sequana Exascale-Supercomputer

Atos kündigt mit Bull sequana die “erste Produktreihe Exascale-fähiger Supercomputer” an. Mit hydraulischer Kühlung und auf der Basis von Intels Xeon-Prozessor soll der neue Supercomputer hohe Leistung bei vergleichsweise niedrigen Betriebskosten liefern und damit eine Trillion Rechenoperationen pro Sekunde ermöglichen sollen.

Mit dieser Rechnerleistung solle sich Qualität und Geschwindigkeit von Computersimulationen in Forschung und Industrie verbessern lassen. So sind Unternehmen und Organisationen in der Lage, die sozioökonomischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu meistern. Bull sequana kann beispielsweise eingesetzt werden, um die Genauigkeit von Wettervorhersagen zu verbessern, noch sauberere Flugzeugtriebwerke zu bauen und durch Genomforschung personalisierte Medizin zu entwickeln.

Ein sequana-Rechner besteht aus zwei Einheiten mit jeweils 144 Compute Nodes und hydraulischen Einheiten für die Kühlung sowie einem Switch-Cabinet mit Level 1 und Level 2 Interconnects. Die Recheneinheiten sind in Zellen gruppiert, von denen jede Compte-Nodes, Interconnect Switches und redundant ausgelegte Stromversorgung und Kühlung beherbergt. Hinzu kommt ein Distributed Management und Diskless Support. Große Bausteine erleichtern das Skalieren des Systems. Mehrere Zehntausend Nodes lassen sich zusammenfassen.

Die Recheneinheiten bestehen jeweils aus jeweils vorne und hinten 24 horizontal angeordneten Compute-Blades mit der Stromversorgung oben und der Kühlung im Cabinet unten. Jede Zelle kann maximal 96 Compute Blades beziehungsweise 288 Compute Nodes fassen die mit Intel Xeon-Prozessoren oder Acceleratoren (Xeon Phi “Knights Landing” oder Nvidia GPU) ausgerüstet sind. In jedem Blade werden die heißen Teile durch direkten Kontakt mit der Wasserkühlung gekühlt, daher kämen die Blades ohne Ventialtion aus.

Mit Bull sequana will Atos mit künftigen Systemen auf Basis des Intel Xeon das Exascale-Computing ermöglichen. (Bild: Atos)

Ein auf den heutigen Technologien beruhendes System der Exascale-Klasse würde etwa 400 Megawatt benötigen, was dem jährlichen Stromverbrauch von 60.000 Haushalten entspricht. Gemessen am Energieverbrauch der letzten Supercomputer-Generation, reduziert Bull sequana den Verbrauch um den Faktor zehn. Bull strebt bis 2020 für Exascale einen Stromverbrauch von 20 Megawatt an.

Exascale-Anwendungen erfordert massive Parallelisierung, um ihre Leistung zu entfalten. Bull sequana basiert auf der Bull Exascale Interconnect (BXI)-Koppelungstechnologie. BXI wurde für Exascale konzipiert und beschleunigt die Handhabung von Datenaustauschvorgängen, indem es den Prozessoren sämtliche Kommunikationsaufgaben abnimmt. Darüber hinaus ermöglicht die Bull sequana Softwareumgebung ein präzises Ressourcen-Management.

“CEA ist sehr erfreut, in diesem Jahr den ersten Prototypen des für 2020 geplanten Supercomputers zu erhalten”, kommentiert François Geleznikoff, Direktor von CEA Military Applications, kommentiert. “Dies ist bei uns die 3. Generation der von Bull gelieferten Supercomputer, die uns die Möglichkeit geben, die Berechnung sowohl physikalischer Modelle als auch äußerst komplexer Systeme besonders schnell und zuverlässig durchzuführen.”

Martin Schindler

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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