CryptoTec Zone ermöglicht sichere Echtzeitkommunikation und Filetransfer

(Bild: Bitkom)

Rund 50 Prozent aller deutschen Unternehmen sind in den vergangenen zwei Jahren Opfer von digitaler Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl geworden. 17 Prozent der Unternehmen waren von einem Diebstahl sensibler elektronischer Dokumente betroffen und 8 Prozent vom Ausspähen elektronischer Kommunikation. Bei größeren Unternehmen ab 500 Mitarbeitern liegt der Anteil sogar bei 15 Prozent. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie des Bitkom, zu der Geschäftsführer und Sicherheitsverantwortliche von 1074 Unternehmen repräsentativ befragt wurden. Vor allem der deutsche Mittelstand scheint der Untersuchung zufolge die Gefahr durch Cyber-Kriminalität zu unterschätzen.

Hohe Innovationskraft und Engineeringtätigkeiten sind für Hacker ausgesprochen attraktiv. Häufig sind diese Unternehmen allerdings nur unzureichend auf Datendiebstahl und andere Formen der Cyber-Kriminalität vorbereitet. Der Bitkom berechnet den Schaden als Folge digitaler Industriespionage mit rund 51 Milliarden Euro pro Jahr.

In Zeiten von offenen, vernetzten Unternehmen ist eine, bei der IT-Sicherheit häufig gelebte, defensive Strategie der Abschottung nach außen längst nicht mehr zeitgemäß. Dennoch müssen geschützte Kommunikationsräume und Filesharing-Möglichkeiten geschaffen werden und Sicherheit und Flexibilität dürfen sich dabei gegenseitig nicht ausschließen.

Hier setzt der Anbieter CryptoTec mit seiner Client-Software zum hochverschlüsselten, abhör- und fälschungssicheren Kommunizieren an. Sie setzt sich aus den Komponenten CryptoTec Messenger, CryptoTec Transfer, CryptoTec Workroom und CryptoID zusammen. Das Unternehmen bietet eigenen Aussagen zufolge mit CryptoTec Zone eine sichere und effiziente Lösung für dateibasierte Online-Kooperation, Filetransfer und Echtzeitkommunikation mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Die Software ermöglicht eine abhör- und manipulationssichere Korrespondenz – weltweit und in Echtzeit – sowie die Übertragung unbegrenzt großer Daten sowie virtuelle Workrooms inklusive Dateiensynchronisation. Alles erfolgt laut Hersteller hochverschlüsselt und ist nur für einen authentifizierten Benutzerkreis zugänglich.

CryptoTec Zone (Bild: CryptoTec)

So erlaubt die Software im CryptoTec Workroom eine gemeinsame Bearbeitung von Dokumenten mit gewohnten Programmen und das freie Anlegen von Ordnern und Unterordnern, alles inklusive authentifizierten Protokollen sämtlicher Änderungen. Das integrierte Modul CryptoTec Transfer ermöglicht dabei einen einfachen und schnellen Datentransfer beliebig großer Dateien per Drag and Drop, sowohl Peer-to-Peer als auch über Server. Der CryptoTec Messenger bietet sich hingegen als schnellste Kommunikationsform für den direkten Austausch an.

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Die eingesetzte Verschlüsselungstechnik schützt in Kombination mit digitalen Signaturen vor ungewünschtem Abhören sowie dem Fälschen von Daten und bestätigt die Echtheit aller Systemteilnehmer. Bei der Verschlüsselung setzt das Unternehmen auf die weltweit anerkannten kryptographischen Verfahren RSA-4096, AES-256 und SHA-256. Die eigens entwickelte kryptographische High-Level-Bibliothek namens CryptoLib bildet dabei das Herzstück. Die darin enthaltene Distributed Systems Platform (DSP) enthält nicht nur eine Public-Key-Infrastructure (PKI), die für die vollautomatische Verteilung von kryptographischen Schlüsseln sorgt. Sie automatisiert auch die DNS-Integration, die Datenverteilung und eine Vielzahl von Komfortfunktionen, wie die Benachrichtigung von Kontakten über Namensänderungen oder neue Adressen. Alle Systemteilnehmer erhalten mit der CryptoID eine durch ein doppeltes @ gekennzeichnete Adresse, zum Beispiel “bob@@cryptotec.com”. Manipulierte Inhalts- und Absenderdaten werden automatisch erkannt. Dadurch soll gewährleistet werden, dass nur mit einem geschlossenen Teilnehmerkreis, bestehend aus authentifizierten Personen, kommuniziert wird.

CryptoTec bietet CryptoTec Zone für Privatpersonen und KMUs in drei Versionen an (Bild: Silicon.de)

Die Anwendung ist laut Anwender intuitiv gestaltet und bedarf keiner Vorkenntnisse in Kryptographie. CryptoTec bietet seine Lösung in drei Versionen an. Die kostenlose Free-Variante ist für den Privatgebrauch gedacht, bietet 500 MByte Speicher und 5 Workrooms. Dateien, die gespeichert werden sollen, dürfen maximal 25 MByte groß sein. Bei der Bezahlversion kann der Nutzer zwischen zwei Paketen wählen. Das Base-Package kostet 9,99 EUR pro Nutzer und Monat und beinhaltet ein Speichervolumen von 3 GByte und bietet 10 Workrooms. Die Pro-Version für 19,99 Euro pro Monat und Nutzer erlaubt 10 GByte Volumen und stellt 20 Workrooms zur Verfügung. Für größere Unternehmen bietet der Hersteller desweiteren eine Business- respektive eine Enterprise-Version an. Hier beginnen die Preise bei 199,90 Euro pro Monat. Da die sämtliche Module innerhalb Deutschlands entwickelt werden, unterliegt das Unternehmen eigenen Angaben zufolge keinen Beeinträchtigungen durch durch staatliche Organe.

Für Unternehmen stehen zudem die Business- und die Enterprise-Edition zur Auswahl (Bild: Silicon.de)
(Bild: CryptoTec)

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Anja Schmoll-Trautmann

Anja Schmoll-Trautmann berichtet seit 2001 vorrangig für ZDNet.de über aktuelle Entwicklungen im Bereich Consumer Electronics, Mobile und Peripherie. Seit 2012 beschäftigt sie sich auch für silicon.de immer wieder mit Business-Hardware, Digitalisierung und Markttrends.

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