PTC erweitert IoT-Plattform um Echtzeit-Funktionen für Edge Computing

PTC will Unternehmen für das Edge-Computing-Zeitalter fit machen. So kündigte der Konzern auf der LiveWorx 2016 die Erweiterung seiner IoT-Plattform um umfassende Echtzeitfunktionen für Edge Computing an. Mit dem Schwerpunkt auf industrielle Anwendungsbereiche bietet das neue Angebot des Unternehmens eigenen Aussagen zufolge ein integriertes Edge-Computing-Lösungspaket, mit dem Sensordaten erfasst und aggregiert, automatisierte maschinelle Lernverfahren und prädiktive Analysen durchführt, die Web- und Mobil-Entwicklung ermöglicht sowie Erlebnisse in der erweiterten Realität (Augmented Reality) erschaffen werden können.

Damit unterstützt die Technologie-Plattform von PTC nicht nur Edge Computing, sondern zusätzlich hybride Modelle, bei denen ein Teil der Datenverarbeitung auf einem Cloud-Server, der andere Teil auf den sich in oder “am Rande” der Cloud befindlichen Endgeräten selbst stattfindet.

Das Internet der Dinge stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. PTC präsentiert als Antwort auf konventionelle Architekturansätze, in denen alle Daten von vernetzten Geräten zur weiteren Verarbeitung und Analyse in ein zentrales Rechenzentrum transportiert werden, eine Plattform für umfassendes IoT-Edge Computing, also für die Datenverarbeitung direkt respektive sehr nahe am vernetzten Gerät.

Für Unternehmen, die hohe Kosten, Latenzzeiten und Sicherheitsprobleme befürchten, hebt PTC eigenen Angaben zufolge die Abhängigkeit von der Cloud auf und verarbeitet die IoT-Daten direkt an dem Ort, an dem sie entstehen. Es geht damit euinen ähnlichen Weg, wie ihn zum Beispiel auch Cisco einschlägt, dass dafür extra das Kölner Start-up ParStream erworben hat und eine Partnerschaft mit dem Berliner Spezialisten Azeti Networks eingegangen ist.

Bei PTC sollen Kunden flexibel auf die Funktionen der IoT-Plattform in der jeweils benötigten Konfiguration zurückgreifen können. Für schnellen und effizienten Zugriff auf Daten stehen beispielsweise die Möglichkeiten des Edge Computings offen, während die Cloud zur unternehmensweiten Konnektivität genutzt sowie zur weiteren Verarbeitung integriert wird. Die offene Plattformstrategie von PTC soll es Kunden, die eine verteilte Architektur verwenden möchten, darüber hinaus ermöglichen, auf eine bereits integrierte Anzahl an Public Clouds zuzugreifen.

(Bild: Shutterstock/Deliverance)

Edge Computing ist fester Bestandteil der PTC-IoT-Technologie-Plattform. Die primären Sensordaten aus Überwachungs- und Steuerungssystemen werden über Kepware erfasst und lasse sich mit mit sekundären Sensordaten von Partnern zusammenfassen. Die enge Verzahnung mit ThingWorx Analytics soll dabei die die Übertragung der Sensordaten in automatisierte, maschinelle Lernverfahren ermöglichen, um in Echtzeit Anomalien zu erkennen und Fehler vorhersagen zu können.

ThingWorx sorgt laut PTC für eine erleichterte Entwicklung webbasierter und mobiler Anwendungen und bietet eine Reihe von Laufzeit-Funktionen für die schnelle Entwicklung rollenbasierter Nutzererfahrungen. Diese können mithilfe von Vuforia Studio noch weiter ausgebaut werden, da damit Erlebnisse der erweiterten und virtuellen Realität, zugeschnitten auf IoT-Anwendungsfälle, ermöglicht werden. PTC plant mit IoT-Technologieführern wie Hewlett Packard Enterprise (HPE) und National Instruments (NI) zusammenarbeiten, um die Leistungsfähigkeit der PTC Technologie-Plattform auszubauen.

“Kein Unternehmen der IoT-Branche, egal welcher Größe, kann sich ungeplante Ausfallzeiten und damit Produktionsausfälle leisten, nur weil die Kenntnisse über die Funktionsfähigkeit der eigenen Geräte fehlen”, sagt Jim Heppelmann, Präsident und CEO von PTC. “Mit der Edge-Computing-Funktionalität in Echtzeit bietet PTC Lösungsentwicklern bei der Nutzung des IoT ein unglaubliches Maß an Flexibilität, sodass sie ihren Kunden effizientere, schnellere, günstigere und sicherere IoT-Lösungen entwickeln können.”

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Anja Schmoll-Trautmann

Anja Schmoll-Trautmann berichtet seit 2001 vorrangig für ZDNet.de über aktuelle Entwicklungen im Bereich Consumer Electronics, Mobile und Peripherie. Seit 2012 beschäftigt sie sich auch für silicon.de immer wieder mit Business-Hardware, Digitalisierung und Markttrends.

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