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Red Hat aktualisiert Enterprise Application Platform

Red Hat hat die JBoss Enterprise Application Platform (EAP) 7 vorgestellt. Den zu Java Enterprise Edition 7 kompatible Application Server erweitert Red Hat zudem mit der JBoss Core Services Collection. Damit stehen Entwicklern Standardfunktionalitäten bereit, die für Unternehmensanwendungen häufig benötig werden, wie das Unternehmen auf dem Red Hat Summit mitteilt, der derzeit in San Francisco stattfindet.

JBoss EAP ist ein wichtiges Produkt im Red-Hat-Portfolio und stellt eine Container- und Cloud-fähige Middleware bereit, die bereits bei verschiedenen größeren Unternehmen als Grundlage dient um kritische Anwendungen zu erstellen, zu integrieren und zu verwalten.

Red Hat erweitert mit JBoss EAP 7 die Java EE7 APIs mit Technologien, die auch DevOps-Entwicklungsprozesse unterstützen, wie etwa JBoss Developer Studio. Darüber hinaus unterstützt JBoss EAP 7 auch Jenkins, Arquillian, Maven und eine Reihe weiterer, gängiger Web- und JavaScript-Frameworks. JBoss EAP 7 unterstützt traditionelle aber auch modular aufgebaute Anwendungen und Applikationen, die auf Microservices basieren.

Aufbau der JBoss Enterprise Application Platform. (Bild: Red Hat)

Bei der neuen Version von JBoss EAP 7 habe der Hersteller vor allem die Möglichkeiten für den Einsatz in Cloud-Umgebungen verbessert. Zusammen mit der Red Hat-Container-Lösung OpenShift können Anwender auch Konzepte wie Container, Load Balancing und eine elastische Skalierbarkeit realisieren. Zudem sorgt EAP 7 für ein entsprechendes Monitoring.

Entwickler können Container direkt aus der IDE JBoss Developer Studio implementieren. JBoss EAP 7 kann mit OpenShift zudem für den Aufbau einer DevOps-Umgebung genutzt werden, wie der Hersteller mitteilt. Durch zusätzliche Middleware-Komponenten sei eine DevOps-Umgebung zusätzlich verbesserbar. Mit JBoss EAP 7 unterstützt Red Hat Unternehmen bei der optimalen Nutzung ihrer vorhandenen Applikationen und beim Einstieg in neue Architekturen und Programmier-Paradigmen, die eine leichtgewichtige, hochmodulare und Cloud-native Plattform benötigen.

Mit der JBoss Core Services Collection bietet Red Hat eine Art Baukasten für Komponenten, die in Unternehmen häufig benötigt werden. Unter anderem finden sich da Bausteine für Web Single Sign-On, HTTP Load Balancing und Proxies, aber auch für die Überwachung und Steuerung von Applikationen und Services. Diese Services sind aber nicht als neues Produkt zusammengefasst, sondern stellen lediglich eine Sammlung von einzelnen Projekten und Komponenten dar, die auch alle ihre eigenen Update-Zyklen haben. Weitere Informationen listet das Datenblatt auf.

Über die JBoss Middleware Subscription bietet Red Hat Online- und Telefon-Support, Updates, Patches und Security-Fixes für diese Collection. Davon profitieren derzeit folgende Produkte: die Middleware-Verwaltung Red Hat JBoss Operations Network, der Apache HTTP Server, Konnektoren für IIS- und iPlanet-Web-Server, Apache Commons Jsvc sowie ein Single-Sign-On-Server auf Basis des JBoss-Keycloak-Projekts. Mitglieder der JBoss und Red Hat Developer Communities können die IDE kostenlos für die Erstellung, den Test und die Implementierung von Applikationen nutzen, egal ob On-Premise oder in der Cloud.

Auch für das bereits recht umfangreiche Partner-Ecosystem liefert Red Hat mit JBoss EAP 7 neue Impulse. Laut Red Hat existieren heute mehr als 1100 unabhängige Produkte oder Produkt-Bündel, die für die Red Hat JBoss-Middleware-Platform zeritifiziert sind. Mehr als 400 Partnerunternehmen bieten Dienste rund um die Red Hat Middleware, dazu gehören Anbieter wie Atos, CouchDB, EnterpriseDB, NGINX oder AppDynamics.

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Martin Schindler

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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