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Telekom bringt WLAN in BMWs Conncted Drive

BMW und die Telekom bieten künftig in BMW ConnectedDrive WLAN-Hotspots an. Die Telekom hat das Angebot zusammen mit BMW ConnectedDrive entwickelt. Das erste Modell mit dem “fahrenden” Hotspot war der damals neue BMW 7, der im Oktober des zurückliegenden Jahres vom Band rollte. Jetzt rüstet der Münchner Fahrzeughersteller weitere Modelle mit der mobilen Breitbandtechnologie aus.

Über das HotSpot-Drive-Portal können Fahrer das Angebot der Telekom buchen. Über den mobilen Hotspot lassen sich dann bis zu zehn WLAN-fähige Geräte ohne SIM-Karte parallel mit dem Hotspot verbinden. Das funktioniert in ganz Europa sowie im außereuropäischen Ausland. Die Nutzer können aus unterschiedlichen Datenpaketen auswählen.

Infotainment: BMW ConnectedDrive bietet neben zahlreichen sicherheitsrelevanten Funktionen auch Unterhaltungsmedien wie Spotify. (Bild: BMW)

Ab dem Sommer wird die Telekom BMW ConnectedDrive noch mit LTE aufrüsten. Dann stehen Anwendern dank der besseren Breitbandverbindung noch weitere Funktionen zur Verfügung. Das neue Angebot soll in über 50 Ländern vermarktet werden.

Die neue Fahrzeuggeneration nutzt auch zum ersten Mal eine neue und fest eingebaute eSIM. Diese eSIM-Karte kann ‘over-the-air’ aktualisiert werden und könnte auch für andere Industrie-4.0-Anwendung von Bedeutung sein.

Mit ConnectedDrive offeriert BMW ein vernetztes Infotainment- und Steuerungssystem für die Fahrzeuge. Neben Spotify und Napster bietet BMW auch Assistenzsysteme für teilautomatisiertes Fahren. Auch das Telekom-“Smarthome” lässt sich inzwischen vom Fahrzeug aus steuern. So kann der Fahrer, wenn er beispielsweise aus dem Urlaub zurückkommt, die Heizungsanlage steuern oder die Beleuchtung in der Garageneinfahrt aktivieren. Eine Integration mit den Lösungen anderer Hersteller in ConnectedDrive erwägt BMW derzeit noch.

BMW Next 100. (Bild: BMW)

Über ein LTE-Mobilfunkmodul will BMW auch künftig bei Motorrädern für mehr Sicherheit während der Fahrt sorgen. Der Hersteller plant unter der Bezeichnung BMW Motorrad ConnectedRide vernetzte Dienste auf dem Zentraldisplay von Motorrädern anzuzeigen. Dabei sollen dem Piloten während der Fahrt relevante Daten dargestellt werden. Diese Informationen werden speziell auf die Besonderheiten eines Motorrads zugeschnitten.

Ebenfalls zusammen mit der Deutschen Telekom will BMW zusätzliche Vernetzungstechnologien entwickeln. So könnte ein kombiniertes Navigationssystem dem Fahrer vor einem Stauende in einer Kurve warnen, oder vor einer eisglatten Straße warnen.

Schon ab nächstem Jahr will BMW Motorrad ein eCall-System serienmäßig ausliefern. Als Anwendungsfall nennt BMW, dass dieses System wie man es von PKW bereits kennt, bei einem Unfall, Daten an Rettungsstellen senden könnte oder das BMW-Center informiert wird. Das System würde dann eine Sprachverbindung mit dem Fahrer aufbauen und die Mitarbeiter im Callcenter könnten dann schnell weitere nötige Schritte einleiten.

Über die mögliche Integration von Drittanbieter-Apps über BMW ConnectedDrive ist die Haussteuerung in das Bediensystem von BMW-Fahrzeugen eingebunden. Das ermöglicht nicht nur die Darstellung der Smartphone-Inhalte auf dem Control Display, sondern auch die intuitive, komfortable und sichere Steuerung.

Für die Entwicklung und Produktion der nächsten Automobilgeneration – also Fahrzeuge wie den BMW Next 100 – brauchen die Hersteller und ihre Zulieferer noch mehr IT-Spezialisten als bisher. (Bild: BMW)

BMW hat zusammen mit Daimler und Audi den Kartendienst Here übernommen. Das Münchner Unternehmen engagiert sich sehr stark im Bereich vernetztes Fahren und steht darüber hinaus auch in der Kritik, weil die Fahrzeuge, ohne den Nutzer zu informieren, umfassend Daten sammeln. BMW muss zudem auf´s Gas drücken, um nicht international abgehängt zu werden. Zwar hatte Tesla jüngst Rückschläge durch Unfälle mit autonomen Fahrzeugen erlitten, doch könnte das Unternehmen BMW dennoch den Schneid abkaufen. Denn BMW hatte erst im März Pläne für das selbstlenkende Elektrofahrzeug iNEXT angekündigt. 2021 soll der erste elektrisch angetriebene iNEXT auf die Straße. Auch Intel zählt hier zu den Kooperationspartnern von BMW.

Martin Schindler

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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  • nichts neues. Dies beschriebene Funktionalität beherrscht mein Smartphone schon lang und wahrscheinlich besser. Was hat das ganze für einen Mehrwert , nur da0ß es fest im Auto verbaut ist. Ich wohne nicht in meinem Auto. Mein Smartphone kann Ich überall mitnehmen und Ich kann es auch über Spracheingabe im Auto nutzen.

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