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Hohe Nachfrage nach Business-Notebooks stabilisiert PC-Markt in Europa

Im zweiten Quartal 2016 wurden in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika (EMEA) IDC zufolge 16,1 Millionen PCs verkauft. Damit gingen die Absatzzahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar um 4,7 Prozent Markt zurück, aber die Marktforscher hatten im Vorfeld einen noch deutlicheren Einbruch erwartet. Im zurückliegenden Quartal hätten jedoch vor allem eine stärkere Nachfrage in Westeuropa sowie ein annährend stabiles Geschäft mit Business-Notebooks dafür gesorgt, dass “erste Anzeichen einer Stabilisierung” zu erkennen seien, so IDC.

Auf Basis der aktuellen Verkaufszahlen kann IDC eine Stabilisierung des europäischen PC-Marktes erkennen (Grafik: IDC)

Zwar gingen die Absatzzahlen in Osteuropa dem Mittleren Osten und Afrika mit 8,5 beziehungsweise 13,3 Prozent erneut deutlich zurück, dafür hielt sich das Minus in dem für die gesamte Region wesentlich wichtigeren und ausschlaggebenden Bereich Westeuropa mit 0,8 Prozent in Grenzen.

Die Anzahl der verkauften Desktop-PCs ging in der gesamten Region wie prognostiziert um rund 10 Prozent zurück. Notebooks für das Business-Segment konnten dagegen um 10,5 Prozent zulegen. Andrea Minonne, Research Analyst bei IDC, begründet das auch mit der Markteinführung neuer Produkte auf Basis von Windows 10 und Intels Prozessorgeneration Skylake. Diese Kombination sei bei Firmen, die auf der Suche nach neuen Mobility-Funktionen seien, auf großes Interesse gestoßen.

Die Marktforscher berichten auch für das zweite Quartal von einer Konsolidierung der Anbieterlandschaft. Die drei Anbieter mit den größten Absatzzahlen vereinigten 56,5 Prozent des Gesamtmarktes auf sich. Im zweiten Quartal 2015 lag der Anteil noch bei 55,1 Prozent. Gemessen an den Stückzahlen liegt mit 25,4 Prozent nach wie vor Hewlett-Packard vorne, dass seine Position sogar noch ausbauen konnte, indem es 4,2 Prozent mehr Computer absetzte als im Vorjahreszeitraum.

Auf den Plätzen folgen Lenovo, Dell, Asus und Acer. Mit 14,4 Prozent erzielte Asus das größte Wachstum der Top-5-Anbieter. Es lieferte mit 1,865 Millionen Stück nahezu so viele Computer aus wie Dell. Der Hersteller blickt auf ein schwaches Quartal zurück, in dem seine Absatzzahlen um 7 Prozent zurückgingen.

Ein Minus von 3,5 Prozent berichtet IDC für Acer. Der Hersteller konnte damit jedoch relativ gesehen seien lang anhaltenden Abwärtstrend beenden liegt der Rückgang doch unter dem Branchendurchschnitt wodurch er sogar in bescheidenem Umfang Marktanteile hinzugewinnen konnte. Auf Rang sechs folgt Apple, vor Fujitsu, Toshiba, MSI und Wortmann.

Zum Vergleich: Die bereits Mitte Juli von IDC bekanntgegeben Zahlen für den weltweiten PC-Markt im zweiten Quartal 2016. (Grafik: IDC)

Die Entwicklung in Europa ähnelt damit der weltweiten Entwicklung im PC-Markt insgesamt – auch wenn einzelne Hersteller unterschiedlich abschneiden. Weltweit lieferten die Hersteller zwischen April und Juni laut IDC weltweit 62,4 Millionen Computer aus. Das entspricht einem Rückgang von 4,5 Prozent. Den mit einer etwas anderen Methode erhobenen Zahlen von Gartner zufolge ging der Verkauf von PCs um 5,2 Prozent zurück. Dennoch konnte auch Gartner erste Anzeichen für eine Erholung erkennen.

Trotz um etwa 2,2 Prozent rückläufiger Verkaufszahlen bleibt weltweit gesehen in den Erhebungen beider Marktforschungsunternehmen Lenovo Marktführer. Die Zahlen für HP und Dell weichen dagegen stark voneinander ab. Gartner ermittelte ein Plus von 1,8 beziehungsweise 3,1 Prozent, laut IDC legten HP und Dell bei den Absatzzahlen weltweit gesehen um 5,1 respektive 4,2 Prozent zu.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

Peter Marwan

Peter Marwan ist Chefredakteur von silicon.de und immer auf der Suche nach Möglichkeiten, wie Firmen den rasanten Fortschritt in der IT-Branche in der Praxis nutzen können. Dabei geht es nicht nur darum, Vorhandenes zu optimieren, sondern vor allem auch um Ansätze und Strategien, mit denen sich neue, durch die IT unterstützte Geschäftsmodellle entwickeln lassen.

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