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Outlook 2016 hat Probleme bei Passwörtern mit Umlauten

Microsoft hat darauf hingewiesen, dass Passwörter mit den Umlauten ä, ö und ü bei der Nutzung von Outlook 2016 dazu führen können, dass der Zugriff verweigert wird. Auf einer Support-Website erklärt das Unternehmen, dass das Problem dann auftreten könne, wenn zum Zugriff auf das Konto IMAP genutzt wird – so wie das in Firmen üblicherweise der Fall ist. Dann können allerdings nicht nur die Umlaute, sondern Unicode grundsätzlich ein Authentifizierungsproblem werden.

Eigenen Angaben zufolge arbeitet Microsoft daran, das Problem zu beheben. Wann ein Ergebnis vorliegen wird, ist allerdings noch nicht bekannt. Bis dahin empfiehlt das Unternehmen drei Wege, um es zu vermeiden.

Der einfachste Lösungsweg dürfte es sicherlich sein, das Passwort zu ändern und beim neuen weder Umlaute noch andere Sonderzeichen zu nutzen. Zwar wird immer wieder empfohlen, in Passworte Sonderzeichen einzubauen, um sie für Angreifer schwerer erratbar zu machen, Microsoft selbst hat aber in einer umfangreichen Untersuchung erst vor kurzem dargelegt, dass sich die Sicherheit dadurch nicht spürbar erhöht.

Grund dafür sind der Untersuchung (PDF) zufolge die vorhersehbaren Verhaltensmuster der Nutzer, die darauf zurückzuführen sind, dass sie Passwörter so gestalten, dass sie sie sich auch noch merken können.

In Passwörtern europäischer Nutzer enthaltene Elemente und Zeichen (Grafik: GMX).

So ist es laut Microsoft beispielsweise sehr wahrscheinlich, dass der Großbuchstabe am Anfang steht, ein eventuell vom Administrator gefordertes Symbol am Ende. Wenn im Passwort den Richtlinienzufolge eine Ziffer vorkommen muss, findet sie sich überwiegend an vorletzter Stelle. Zudem werden Sonderzeichnen nahezu regelmäßig als Ersatz für bestimmte Buchstaben gewählt, etwa $ für S oder @ für A.

Sollte sich aus irgendwelchen Gründen das Passwort nicht ändern lassen, gibt es noch die Möglichkeit, für den Zugriff POP3 statt IMAP zu nutzen. Wie das geht, beschreibt Microsoft ausführlich in dem Support-Beitrag. Damit geht aber ein erheblicher Komfort- und Funktionsverlust einher. Fairerweise macht Microsoft auch darauf aufmerksam und erklärt die Unterscheide in einem gesonderten Beitrag ausführlich.

Schließlich bleibt auch noch die Möglichkeit, statt Outlook 2016 wieder oder weiterhin Outloook 2013 zu nutzen. Bei dem älteren Programm tritt das Problem Microsoft zufolge nämlich nicht auf.

Peter Marwan

Peter Marwan ist Chefredakteur von silicon.de und immer auf der Suche nach Möglichkeiten, wie Firmen den rasanten Fortschritt in der IT-Branche in der Praxis nutzen können. Dabei geht es nicht nur darum, Vorhandenes zu optimieren, sondern vor allem auch um Ansätze und Strategien, mit denen sich neue, durch die IT unterstützte Geschäftsmodellle entwickeln lassen.

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