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Microsoft soll angeblich die Marke Lumia einstellen

Microsoft könnte sich bis Jahresende von der Marke Lumia verabschieden. Das berichtet der Branchendienst WinBeta unter Berufung auf interne Quellen bei Microsoft. Stattdessen wolle sich Microsoft auf die Marke Surface Phone konzentrieren. Allerdings hat Microsoft die Pläne für das Surface Phone noch nicht öffentlich gemacht.

Dass sich Microsoft mittelfristig von der Lumia-Smartphone-Reihe verabschiedet, kommt nicht sonderlich überraschend. So hat Microsoft bereits den Verkauf im US-Shop gestoppt und auch die Präsenz in anderen Regionen zurückgefahren. Selbst in den Microsoft-Shops sollen die Geräte nicht mehr prominent ausgestellt sein. Zwischenhändler haben sie zudem bereits mit Rabatten versehen. Auch Microsoft selbst hat immer wieder den Verkaufspreis der Geräte gesenkt.

Lumia-Smartphones Windows 10 (Bild: Microsoft)

Zudem gibt es derzeit nur noch die vier Modelle Lumia 550, das Lumia 650 und die beiden Hig-End-Geräte Lumia 950 sowie das Lumia 950 XL. Die beiden 950-Modelle verfügen über Continuum, eine Lösung, die einen nahtlosen Übergang zwischen PC und Mobilgerät möglich macht. Damit bietet Microsoft sogar ein Feature, das man bei anderen Herstellern vergeblich sucht. Auch bei der Leistungsfähigkeit und der Verarbeitungsqualität muss Microsoft den Vergleich zu anderen Premium-Herstellern nicht scheuen. Dennoch scheinen die Verkaufszahlen nicht den Erwartungen des Microsoft-Managements zu entsprechen.

Nun kocht die Gerüchteküche rund um ein mögliches Surface Phone. Laura Butler, eine Produktmanagerin für Surface, hatte am 6. September getwittert “Surface iPhone” und tags darauf “Surface Phone not NOT confirmed. :-)” und damit die Spekulationen angeheizt.

Nun könnte Microsoft bei einem im Oktober angekündigten Event ein neues All-in-One-Gerät aus der Surface-Familie – angeblich mit dem Namen “Cardinal” – ankündigen und dabei auch das neue Surface Phone vorstellen.

Dennoch, für Microsoft wäre es ein recht teures Experiment gewesen, im Zuge dessen Nokias Smartphone-Business gekauft wurde und Tausende Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verloren. Zudem gibt es immer wieder Entlassungen auch im Mobilbereich bei Microsoft. Der Umstieg auf die Marke Surface klingt zumindest in so weit plausibel, als Microsofts unter dem Namen verkaufter Tablet-PC vergleichsweise gut am Markt ankommt.

Redaktion

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