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3D-Druck kommt ins Kinderzimmer: XYZprinting kooperiert mit Toys R Us

Der Spielwarenhändler Toys R Us nimmt einige Modelle der 3D-Drucker von XYZprinting in sein Sortiment auf. Das haben die beiden Unternehmen diese Woche vereinbart. Konkret sollen die Modelle da Vinci miniMaker, da Vinci Mini w und da Vinci Junior Wi-fi verkauft werden. Die Preise liegen zwischen 289 und 499 Euro.

Die 3D-Drucker sollen sowohl in den Ladengeschäften als auch im Online-Shop von Toys R Us angeboten werden. Die Vertriebspartnerschaft mit Toys R Us wird zunächst in Großbritannien umgesetzt. Auf Anfrage von silicon.de teilte das Unternehmen jedoch mit: “Die Partnerschaft mit Toys R Us ist nach einer Testphase in Großbritannien auch in weiten Teilen Europas vorgesehen. Ziel ist es, XYZprinting Produkte vor Ablauf des ersten Quartals 2017 in den Toys R Us Geschäften und anderen Spielwarengeschäften in Deutschland, der Schweiz und Österreich einzuführen.”

Die Aufnahme der 3D-Drucker in das Sortiment ist Teil einer neuen Strategie, mit der Toys R Us in den Shops verstärkt auch Hightech-Spielzeuge und –Produkte, Roboter und Drohnen setzen will. “Die rasante Entwicklung der Technologie macht es notwendiger denn je, dass die junge Generation mit Freude Erfahrungen mit Technologien und Gadgets macht, die ihre Zukunft maßgeblich mitgestalten”, erklärt Toys-R-Us-Manager Andy Brocklehurst.

Den da Vinci miniMaker von XYZPrinting gibt es demnächst für 289 Euro auch beim Spielwarenhändler Toys R Us (Bild: XYZPrinting)

Nach Ansicht von Simon Shen, CEO von XYZprinting, verschafft die Partnerschaft mit Toys R Us Kindern Zugang zu 3D-Druck und lasse sie gleichermaßen experimentieren, lernen und spielen. „Wir wollen so vielen jungen Menschen wie möglich Zugang zu 3D-Druck ermöglichen, damit sie lernen, 3D Drucker so unbeschwert zu nutzen, wie normale Drucker. Die künftig bei Toys R Us erhältliche Produktlinie wurde vor allem für Kinder konzipiert”, so Shen.

Der günstigste der 3D-Drucker bei Toys R Us wird der da Vinci miniMaker für 289 Euro sein. Er wird über USB 2.0 an einen Rechner angebunden. Der 40 mal 33,6 mal 36,2 Zentimeter große 3D-drucker bietet einen Bauraum von 15 mal 15 mal 15 Zentimetern. Er verfügt über eine Düse mit einem Durchmesser von 0,4 Millimetern und verarbeitet PLA-Filament mit einem Durchmesser von 1,75 Millimetern. Das Verbrauchsmaterial ist inzwischen von vielen Anbietern im Handel, XYZprinting wirbt für sein eigenes damit, dass es mehrere Tests durchlaufen habe die bestätigten, dass es frei von DEHP und Schwermetallen und somit auch im Kinderzimmer unbedenklich einsetzbar ist.

Der da Vinci Mini w kostet nur 10 Euro mehr, bietet dafür aber WLAN und sieht weniger nach Kinderzimmer aus (Bild: XYZPrinting)

Der da Vinci miniMaker erlaubt eine Schichtdicke zwischen 0,1 und 0,4 Millimetern. Je nach gewählter Schichtdicke geht der Aufbau des zu druckenden Objekts dann langsamer oder schneller vonstatten. Zur Gestaltung der Druckobjekte steht das Programm XYZware kostenlos zur Verfügung. Es lässt sich auf Rechnern mit Windows 7 und neuer oder Mac OSX 10.8 oder neuer verwenden. Systemvoraussetzungen sind zudem mindesten 4 GByte RAM sowie VGA-Standardtreiber im Betriebssystem, die OpenGL2.1 unterstützen. Der Drucker nimmt Aufträge in den Dateiformaten .stl, XYZ-Format(.3w ) und .3mf an.

Der da Vinci Mini w unterscheidet sich vom da Vinci miniMaker im Wesentlichen dadurch, dass er auch über ein WLAN-Modul verfügt (802.11 b/g/n). Außerdem informiert er mit verschiedenfarbigen LEDs über die Druckbedingungen. Außerdem wirkt er durch die dezentere Farbgebung – lediglich orange und schwarz -. Weniger „kindisch“. Mit 299 Euro kostet er nur unwesentlich mehr als das günstigste Modell.

Der da Vinci Junior Wi-fi bringt – wie der Name schon verrät – ebenfalls WLAN-Funktion mit und kostet 499 Euro. Für den Aufpreis von 200 Euro bietet er unter anderem die Möglichkeit, direkt von SD-Karte zu drucken, kann über eine zugehörige App von Androuid- und iOS-Geräten aus gesteuert werden und nimmt durch eine Selbstkalibrierung Nutzern viel Arbeit ab.

Peter Marwan

Peter Marwan ist Chefredakteur von silicon.de und immer auf der Suche nach Möglichkeiten, wie Firmen den rasanten Fortschritt in der IT-Branche in der Praxis nutzen können. Dabei geht es nicht nur darum, Vorhandenes zu optimieren, sondern vor allem auch um Ansätze und Strategien, mit denen sich neue, durch die IT unterstützte Geschäftsmodellle entwickeln lassen.

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