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Cisco bohrt UCS-Server für Echtzeit-Datenverarbeitung auf

Cisco stellt die neue Storage-Server-Linie UCS S3260 als neue Grundlage für hybride Cloud Plattformen vor. Damit sollen vor allem Workloads aus dem Internet of Things adressiert werden können, wie zum Beispiel Big Data, Streaming oder Collaboration.

Dafür stellt Cisco jetzt eine Erweiterung des Unified Computing System (UCS) vor. Erster Vertreter der Storage-optimierte Serverlinie UCS S ist der UCS S3260. Der eigne sich auch für die Bereitstellung von softwaredefinierten Speicher-, Objektspeicher- und Datenschutzlösungen wie der Hersteller mitteilt.

Dank des modularen Aufbaus kann der neue Storage Server UCS S3260 sich flexibel an Kapazitätsschwankungen anpassen. (Bild: Cisco)

UCS S3260 bietet bis zu 600 Terabyte Speicherkapazität pro System und lasse sich bis in den Petabyte-Bereich skalieren. Der Server unterstützt Cachebeschleunigung und einheitlicher E/A-Konnektivität in jeder Art von Datenspeicherung. Damit können Anwender dynamische Anwendungen auf einer Cloud-fähigen Plattform mit High-Speed-Verarbeitung nutzen.

Der 2-Sockel-Server basiert auf Intel Xeon E5-2600 v2 oder v4 und bietet damit bis zu 36 Rechenkerne pro Node. Pro Node stehen bis zu 512 GB DDR3 oder DDR4 Memory zur Verfügung und damit bis zu einem 1 TB, wie aus dem Datasheet hervorgeht.

UCS S3260 basiert auf zwei Intel Xeon E5-2600 v2 oder v4 und bietet damit bis zu 36 Kerne pro Node. (Bild: Cisco)

Über die Cisco UCS Virtual Interface Card (VIC) 1300, einem in die Plattform eingebetteten Chip, ermöglicht der Hersteller einen Dual-Port 40-Gbps System I/O Controller. Mit Support für Cisco bidirectional (BiDi) Transceivers, ist auch eine 40-Gbps-Konnektivität über eine bestehende 10-Gbps-Verkabelung möglich.

Laut Branchenexperten werden nur 40 Prozent der abgelegten Daten im Unternehmen genutzt. Häufiger werden diese Informationen in Echtzeit verarbeitet. Doch dabei stoßen konventionelle IT-Infrastrukturen schnell an Grenzen. Auf der anderen Seite können Public-Cloud-Storage-Services sehr teuer werden, wenn die benötigen Kapazitäten zu umfangreich werden.

Und hier versuche Cisco mit dem UCS S3260 eine Antwort zu bieten. Neben Skalierbarkeit biete die Plattform Cloud-Konnektivität, über die sich Analytics-Lösungen ansteuern lassen können. Die modulare Architektur und die Automatisierungsfunktionen des UCS Managers ermöglichen laut Cisco moderate Gesamtkosten.

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Dafür sorgt auch das Policy-basierte Storage Management Framework, das ohne manuelle Eingaben Kapazitäten bei Bedarf bereit stellt. Laut Hersteller sollen die Kosten für den S3260 gegenüber einem Public Cloud Service um etwa 50 Prozent niedriger liegen.

Als weitere Kennzahlen nennt Cisco Im Vergleich zu herkömmlichen Servern eine Reduzierung des CapEx beim UCS S3260 um bis zu 34 Prozent. Der Verwaltungsaufwand sinke um bis zu 80 Prozent und die Verkabelung um bis zu 70 Prozent. Platz- und Strombedarf reduziere das neue System um bis zu rund 60 Prozent.

Parallel dazu stellt Cisco die hybride Cloud Softwarelösung ONE Enterprise vor. Damit bekommen Anwendungsteams eine Self-Service-Portal das individuelle Anpassung von Cloud-Umgebungen ermöglicht. Eine Hybrid Cloud kann damit automatisch für die gesamte IT-Organisation und Nutzerbasis bereit gestellt werden. Cisco bietet diesen Service als Abonnementlizenzen mit Laufzeiten mit ein, drei oder fünf Jahren. Die Erweiterungen sind Teil der neuen Rechenzentrumsarchitektur ASAP, die vor allem auf die Kombination von Cloud- und On-Premise-Rechenzentren abzielt.

ASAP steht für Analyze, Simplify, Automate, Protect und integriert Analytics, Networking, Computing und Security mit konsistenten Richtlinien für Nutzer.

“Unternehmen brauchen Lösungen, um in Echtzeit auf die rasant wachsenden Mengen unstrukturierter Daten zugreifen und diese analysieren zu können”, so Ulrich Hamm, Manager Systems Engineering Data Center bei Cisco Deutschland. “Mit der neuen UCS S-Serie und passenden Software-Lösungen schaffen wir diese Voraussetzungen, dass Kunden ihre Daten und Anwendungen analysieren, vereinfachen, automatisieren und schützen können.”

Martin Schindler

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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