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Bluetooth 5 soll IoT-Geräte drahtlos vernetzen

Die Bluetooth Special Interest Group (Bluetooth SIG), hat mit “Bluetooth 5” die aktuelle Kernspezifikation für Bluetooth verfügbar gemacht. Vorgestellt worden waren die Spezifikationen bereits im Juni. Seitdem ist auch klar, dass die Entwickler hoffen, mit den Neuerungen vor allem die Verwendung in Geräten für das Internet der Dinge (IoT) zu fördern.

Es darf erwartet werden, dass zahlreiche Hersteller Geräte mit Unterstützung für Bluetooth 5 zur CES Anfang Januar 2017 zumindest einmal zeigen und sie dann im Laufe des Jahres 2017 auf den Markt bringen werden. Außerdem rechnet die Bluetooth SIG allerdings auch damit, dass der neue Standard in umfassenden Konzepten in der Industrie verwendet wird. Dazu ist bereits seit Februar dieses Jahres für Entwickler ein “Gateway Starter Kit” erhältlich. Es soll zeigen, wie sich ohne ein Zwischengerät Daten aus Bluethooth-Sensoren übertragen lassen.

Von der Einführung von Bluetooth 5 verspricht sich die Bluetooth SIG einen Schub im Bereich Internet der Dinge (Grafik: Bluetooth SIG).

Bluetooth 5 bringt gegenüber dem Vorgänger Bluetooth 4 eine Verdoppelung der maximalen Dateiübertragungsrate und eine viermal höhere Reichweite. Außerdem ist die Low-Energy-Option nun ein fester Bestandteil der Bluetooth-Spezifikationen. Geräte mit Bluetooth 5.0 und Low-Energy-Funktion werden zu solchen mit Bluetooth 4.2, 4.1 und 4.0 rückwärtskompatibel sein, alle anderen zu allen Geräten mit den Bluetooth Kern-Spezifikationen seit Version 1.1. Darüber hinaus verspricht die Bluetooth SIG gegenüber Bluetooth 4.2 mit Bluetooth 5 weitreichende Verbesserungen der Interoperabilität.

Für den Einsatz in Szenarien, in denen viele Geräte miteinander kommunizieren sollen, wurden die Broadcasting-Funktionen deutlich verbessert. Da das genutzte 2,4-GHz-Band auch anderweitig zunehmend verwendet wird, sollen die Neuerungen dafür sorgen, dass die Kommunikation schneller – also mit weniger Austausch – bewerkstelligt wird. Außerdem lassen sich nun größere Datenpakete aus bis zu 255 Oktetts übertragen. Damit wird den geänderten Einsatszenarien Rechnung getragen.

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Im Bereich IoT gibt es zahlreiche Initiativen und Konsortien, bislang laufen diese Bestrebungen jedoch überwiegend parallel nebeneinander her. Doch damit dies alles überhaupt funktionieren kann, braucht man neben neuen Produkten auch neue Standards – insbesondere für die Kommunikation der Geräte untereinander und für die Sicherheit. silicon.de gibt einen Überblick.

Mit den beiden letzten Verbesserungen hoffen die Entwickler vor allem die Grundlage für den Einsatz von Bluetooth für Beacon-basierende Lösungen geschaffen zu haben. Vorarbeiten in diese Richtung gab es bereits mit Bluetooth 4.2. Damit wurden im Dezember 2014 zusätzliche Datenschutztechniken eingeführt, die das Senden von Informationen ohne Zustimmung über eine Bluetooth-Verbindung erschweren. So erhalten bispielsweise Kunden bei ihrem Aufenthalt in einem Geschäft mit Beacons nur dann Angebote, wenn sie dies vorher ausdrücklich genehmigt haben.

Mit Bluetooth 5.0 stehen nun alle, nicht mehr nur drei Kanäle für Broadcasting-Funktionen zur Verfügung. Die dadurch erreichte größere Vielfalt der nutzbaren Frequenzen soll für mehr Flexibilität und Stabilität sorgen. Bei Smartphones dienen demselben Ziel eine automatische Interferenzerkennung mit anderen Funkstandards und eine ebenso automatische erfolgende Abgrenzung.

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Peter Marwan

Peter Marwan ist Chefredakteur von silicon.de und immer auf der Suche nach Möglichkeiten, wie Firmen den rasanten Fortschritt in der IT-Branche in der Praxis nutzen können. Dabei geht es nicht nur darum, Vorhandenes zu optimieren, sondern vor allem auch um Ansätze und Strategien, mit denen sich neue, durch die IT unterstützte Geschäftsmodellle entwickeln lassen.

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