Aktuelles Windows-Update soll auch Verbindungsprobleme von PCs beheben

Mit dem am Dienstag bereitgestellten kumulativen Update für Windows 10 hat Microsoft auch einen Fehler behoben, der bei einigen PCs die Verbindung zum Internet verhinderte. Der Fehler löste des Absturz eines für das Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP) benötigten Dienstes aus. Damit erhielten die Systeme dann keine IP-Adresse zugewiesen. Ob der eigene Rechner von dem Problem betroffen ist, lässt sich laut Microsoft daran erkennen, dass er in den Einstellungen unerwartet eine IP-Adresse im Bereich 169.x.x.x anzeigt.

Mit dem am 13. Dezember bereitgestellten Update sollen die “von einigen Nutzern” gemeldeten Verbindungsprobleme behoben werden, erklärte ein Microsoft-Sprecher. Das Update installiert sich automatisch. Um es zu erhalten, müssen Anwender aber möglicherweise zuerst ihren PC neu starten. Detaillierte Erklärungen dazu finden sich in Microsofts Support-Forum.

Der Fehler steckt im Connected Devices Platform Service (CDPSvc). Ohne CDP-Dienst kann ein System die in der Regel vom Router gelieferten DHCP-Informationen nicht verarbeiten, was wiederum die Vergabe einer IP-Adresse unmöglich macht. Ohne IP-Adresse ist jedoch keine Kommunikation mit dem Router möglich.

Der Neustart des Systems löst in der Regel auch den Neustart des CDP-Dienstes aus. Dadurch bezieht der PC zumindest vorübergehend eine IP-Adresse. Damit ist er dann in der Lage, das kumulative Update KB 3206632 herunterzuladen. Mit diesem wird das Windows 10 Anniversary Update (Version 1607) auf Build 14393.576 aktualisiert und der Fehler behoben.

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Peter Marwan

Peter Marwan ist Chefredakteur von silicon.de und immer auf der Suche nach Möglichkeiten, wie Firmen den rasanten Fortschritt in der IT-Branche in der Praxis nutzen können. Dabei geht es nicht nur darum, Vorhandenes zu optimieren, sondern vor allem auch um Ansätze und Strategien, mit denen sich neue, durch die IT unterstützte Geschäftsmodellle entwickeln lassen.

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