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Intel erweitert 7. Generation der Core-Prozessoren

Erste CPUs der Kaby-Lake-Reihe für Mobilgeräte hatte Intel bereits im Sommer vorgestellt, nun legt der Prozessorhersteller nach und baut das Sortiment um Desktop-Varianten und zusätzliche Mobilvarianten aus. Insgesamt gibt es damit nun über 40 Kaby-Lake-CPUs.

Die Prozessoren aus der Kaby-Lake-Reihe unterscheiden sich von ihren Vorgängern der Reihe Skylake weder durch den Herstellungsprozess, noch bietet der Rechenkern neue Befehlssatzerweiterungen. Damit gibt der Hersteller, wie bereits 2016 angekündigt, die 2007 eingeführte, sogenannte “Tick-Tock”-Strategie auf. Sie brachte im Jahresrhythmus entweder einen neuen Herstellungsprozess (“Tick”) oder die Einführung einer neuen Architektur (“Tock).

Diese Strategie wird nun durch einen dritten Schritt ergänzt, den Intel “Optimierung” nennt und Teil einer weitreichenden Neustrukturierung ist. Er dient dazu, einen etablierten Fertigungsprozess länger nutzen zu können. “Optimiert” wird also vor allem für den Hersteller. Grund dafür ist, dass dass neue Fertigungsverfahren immer komplizierter werden und es immer länger dauert, bis eine zufriedenstellende Produktionsausbeute erzielt wird.

Die Kaby-Lake-Prozessoren sind Intels erste Prozessoren, die der Phase “Optimierung” zuzuordnen sind. Laut Intel wurde der Energiebedarf im Vergleich zu Modellen aus der Skylake-Generation reduziert. Außerdem unterstützt der Grafikkern jetzt die Wiedergabe von 4K-Inhalten besser. Die Hardware-Decoder beherrschen VP9- und HEVC-/H.265-Videos mit 10 Bit Auflösung pro Kanal für High Dynamic Range (HDR). Ebenfalls neu ist Unterstützung für den Kopierschutz HDCP 2.2. Damit ist dann unter Windows 10 mit dem Browser Edge die Wiedergabe von 4K-Videos von Netflix möglich.

Kaby Lake: Desktop-S-Modelle (Bild: Intel)

Die neuen Chips liefern bei gleichem Takt keine bessere Rechenleistung als die Skylake-Varianten. Allerdings sind Kaby-Lake-Prozessoren höher getaktet. Von den Skylake-S-Chips unterscheiden sich die nun präsentierten Kaby-Lake-Desktop-Prozessoren der siebten Generation durch eine um 100 bis 300 MHz höhere Basis-Taktrate. Dafür sorgt eine grundlegend veränderte Mikroarchitektur, die Intel als “14+ nm” bezeichnet. Die Preise (PDF) für Kaby-Lake-Prozessoren entsprechen denen der Vorgängergeneration.

Zusammen mit den Kaby-Lake-Prozessoren hat Intel auch neue Chipsätze präsentiert. Die Serie 200 (Z270, H270, Q270, B250) unterscheidet sich von der Serie 100 (Z170, H170, Q170, B150) durch zusätzliche PCIe-Lanes. Zudem bieten sie Unterstützung für den von Micron und Intel gemeinsam entwickelten 3D-Xpoint-Speicher. Intel vermarktet ihn als Optane Memory, liefert ihn aber noch nicht aus.

Kaby-Lake-Prozessoren: Die neuen Mobil-Modelle (Bild: Intel)

Die Chipsätze der Serie 200 bieten aber weder Unterstützung für USB 3.1 Gen 2 noch hat sich an der DMI-Verbindung zwischen CPU und Chipsatz etwas geändert. Kaby-Lake-Prozessoren benötigen kein neues Mainboard mit Serie-200-Chipsatz. Nach einem BIOS-Update arbeiten die Prozessoren der 7. Generation auch mit LGA1151-Mainboards mit Serie-100-Chipsatz. Optane Memory wird dagegen nur in Verbindung mit den Kaby-Lake-Modellen nutzbar sein.

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[mit Material von Kai Schmerer, ZDNet.de]

Peter Marwan

Peter Marwan ist Chefredakteur von silicon.de und immer auf der Suche nach Möglichkeiten, wie Firmen den rasanten Fortschritt in der IT-Branche in der Praxis nutzen können. Dabei geht es nicht nur darum, Vorhandenes zu optimieren, sondern vor allem auch um Ansätze und Strategien, mit denen sich neue, durch die IT unterstützte Geschäftsmodellle entwickeln lassen.

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