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Raumanzug mit Touchscreen-Handschuh

Die NASA stellt neue Raumanzüge vor. Diese sollen deutlich leichter, flexibler und atmungsaktiver sein, als die Vorgänger. Die Anzüge sollen zum ersten Mal in dem Boeing Starliner zum Einsatz kommen.

Rund zehn Kilogramm wiegt das neue Modell. Das sind rund fünf Kilogramm weniger als die Vorgänger auf die Waage brachten. Neu sind flexible Materialien, die den Astronauten mehr Bewegungsfreiraum bieten sollen, etwa an den Ellbogen. Zudem ermöglichen diese Materialien, dass Wasser entweicht, Luft dagegen nicht.

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Ganz wichtig für die Technologie-Gemeinde aber ist, dass dieser Anzug mit Touchscreen-freundlichen Handschuhen ausgestattet ist. Diejenigen, die diese Neuentwürfe tragen müssen (dürfen?), kommen zu einer anderen Einschätzung, wie etwa der Astronaut Eric Boe: “Das Wichtigste an dem Ganzen ist, dass der Anzug einen am Leben erhält. Komplizierte Systeme haben mehr Möglichkeiten, kaputt zu gehen. Daher ist es besser, wenn diese möglichst einfach sind.”

Nur als Backup für die Raumkaspel – der neue Raumanzug für den Starliner, einem Raumfahrtsprojekt bei dem auch nichtstaatliche Projekte beteiligt werden sollen, bietet viele tolle Extras! (Bild: NASA)

Neu ist auch das Design des Helmes. Der ist, anders als bei den Vorgängermodellen, mit dem Anzug verbunden. Dadurch kann diese zweite Haut auch mit Druckluft angefüllt werden, um die Austronauten bei Gefahren zu schützen. Somit ergänzen diese Anzüge das Sicherheitskonzept der neuen Raumkapsel. Denn wenn bei einem Flug alles nach Plan verläuft, werden die Anzüge eigentlich nicht gebraucht. Ein NASA-Mitarbeiter erklärt, dass diese wie ein Feuerlöscher zu sehen sind.

Der Starliner ist eine neue Raumkapsel. Diese soll Reisen in das Weltall auch jenseits von Regierungsprogrammen ermöglichen. Immer mehr Unternehmen wie SpaceX von Elon Musk oder Virgin Galactic von Richard Branson dringen in diesen Bereich vor.

Das neue Design der Anzüge wurde bereits in einem Modell des Starliner getestet. Die Astronauten haben dann bestimmte Aufgaben übernommen, um zu testen, ob mit den Anzügen alle Aufgaben erfüllt werden können. Erste Testflüge sollen ab 2018 stattfinden. Wann die Menschheit auf das erste Selfie im All hoffen darf, ist aber noch nicht bekannt.



Martin Schindler

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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