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MuleSoft will mit Börsengang rund 221 Millionen Dollar einnehmen

Die in San Francisco ansässige Software-Firma MuleSoft hat den Ausgabepreis für ihre Aktien zum Börsengang heute auf 17 Dollar festgesetzt. Das liegt deutlich über der zuerst anvisierten Preisspanne von 12 bis 14 Dollar, die zwischenzeitlich aber schon auf 14 bis 16 Dollar erhöht wurde. Der Handel mit dem Papier beginnt heute an der New Yorker Börse unter dem Tickersymbol MULE. Auf Grundlage des Ausgabepreises ist das Unternehmen insgesamt 2,9 Milliarden Dollar wert. Das liegt deutlich über der letzten Bewertung in Höhe von rund 1,5 Milliarden Dollar durch Wagniskaptalgeber.

MuleSoft bietet Firmen moderne Middleware an. Es offeriert sowohl eine Suite für On-Premise Applikationsintegration als auch eine Software für Application Services Governance. Wesentlich ist für MuleSoft aber das Angebot im Bereich Enterprise-Integration-as-a-Service. Hier zählt es nach Ansicht von Analysten zusammen mit Dell (das hier seit dem Kauf von Boomi aktiv ist), Informatica und SnapLogic zu den Marktführern. Außerdem ist MuleSoft – zumindest in den USA – einer der gefährlichsten Herausforderer von Firmen wie Software AG, Tibco, Oracle, IBM und SAP bei den On-Premise betriebenen Suiten für die Anwendungsintegration

Das Unternehmen setzt bei seinem Angebot in erster Linie auf APIs um darüber die unterschiedlichen Anwendungen zusammenzubringen. In einem Umfeld, in dem immer mehr Firmen Cloud-Dienste und Software-as-a-Service nutzen, soll die MuleSoft Anypoint Platform für Flexibilität und kurze Projektzeiten sorgen. Im SaaS-Bereich unterhält MuleSoft Technologiepartnerschaften mit Microsoft, Salesforce und ServiceNow.

Den Analysten von Gartner zufolge ist MuleSoft besonders stark im Bereich “Enterprise Integration Platform as a Service” (iPaaS) aufgestellt. (Grafik: Gartner)

Eigenen Angaben zufolge hat das Unternehmen derzeit rund 1000 Firmenkunden in rund 60 Ländern. Dazu gehört fast die Hälfte der weltweit größten Unternehmen. Dennoch ist diesbezüglich noch deutlich Luft nach oben. So verweisen die schärfsten Mitbewerber im Bereich iPaaS, Dell Boomi und Informatica, auf 3800 respektive 4500 Kunden. In Deutschland ist MuleSoft mit einer Niederlassung in Frankfurt am Main vertreten.

Peter Marwan

Peter Marwan ist Chefredakteur von silicon.de und immer auf der Suche nach Möglichkeiten, wie Firmen den rasanten Fortschritt in der IT-Branche in der Praxis nutzen können. Dabei geht es nicht nur darum, Vorhandenes zu optimieren, sondern vor allem auch um Ansätze und Strategien, mit denen sich neue, durch die IT unterstützte Geschäftsmodellle entwickeln lassen.

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