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Epson stellt Tintendrucker für bis zu 100 Seiten pro Minute vor

Epson zeigt auf CeBIT 2017 die kommende Generation seiner Business-Inkjet-Geräte der WorkForce-Reihe. Die WorkForce Enterprise WF-C20590 und WorkForce Enterprise WF-C17590 genannten Neuvorstellungen sollen bis zu 100 respektive 75 DIN-A4 Seiten pro Minute in Farbe bedrucken können. Beide können unterschiedliche Formate bis hin zu SRA 3 bedrucken und bis zum Format DIN A3 kopieren. Der Epson WorkForce Enterprise WF-C20590 wird als erster Vertreter der neuen Druckergeneration ab Juni bei Epson-Handelspartnern verfügbar sein.

Möglich ist die hohe Geschwindigkeit durch einen seitenbreiten Druckkopf, den Epson als Linehead Printhead bezeichnet. Der Hersteller kombiniert dazu sechs seiner Druckköpfe mit der auf der hauseigenen Piezoelektronik basierende Precision-Core-Technologie. Zudem wird nun der Druckkopf nicht mehr über das Papier bewegt, sondern das Papier mittels elektrostatischem Papiertransport unter dem feststehenden Druckkopf hindurchgezogen.

Für seine kommenden Druckgeräte kombiniert Epson sechs Druckköpfe zu einem einzigen, seitenbreiten Druckkopf (Bild: silicon.de)

Damit soll dem von Epson schon länger als Konkurrenz zum Laserdruck propagierten Tintendruck nun endgültig der Durchbruch im Business-Segment geebnet werden. Zwar ist die Epson-eigene Ausführung neu, die Idee grundsätzlich jedoch nicht. Sie wird schon von den Firmen Memjet und HP Inc., die sich im vergangenen Jahr einen erbitterten Rechtsstreit darum geliefert hatten, verfolgt. Während Memjet diverse Hersteller großer Druckmaschinen beliefert, etwa Océ, verbaut HP Inc. seine Druckköpfe in der auch für den Einsatz im Büro geeigneten PageWide-Serie. Brother bietet mit der Serie HL-S7000DN ebenfalls Druckgeräte an, die mit Tinte bis zu 100 Seiten pro Minute schaffen – allerdings nur in Schwarz-Weiß.

Der 100-Seiten-Tintendrucker Epson WorkForce Enterprise WF-C20590 im Vollausbau (Bild: Epson)

Zu den Besonderheiten des seitenbreiten Druckkopfes bei Epson gehört der sich selbst überprüfende und reinigende Druckkopf. Der nutzt 33.500 Düsen, über die pro Sekunde bis zu eine Milliarde Tintentröpfchen auf das Papier geschossen werden. Da das Verfahren ohne Hitze und Druckkräfte auskommt, benötige es bis zu 96 Prozent weniger Energie als bei vergleichbaren Laserdruckern aufgewendet werden muss, wirbt Epson. Die Geräte sollen auch im Hochgeschwindigkeitsmodus mit 180 bis 320 Watt auskommen.

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Zudem seinen die speziell für das Verfahren entwickelten Tinten sofort nach dem Druck trocken. Auch das Anstreichen mit einem Textmarker verursache kein Verwischen der Schrift. Schließlich hob Epson-CEO Minoru Usui bei der Vorstellung auf der CeBIT hervor, dass die Geräte mechanisch wesentlich einfacher aufgebaut seien, wodurch die Zuverlässigkeit steige und Ausfallzeiten reduziert würden.

Die Druckauflösung der neuen Geräte gibt Epson mit 600 mal 1200 an, zudem sei ein Qualitätsmodus mit einer Auflösung von 600 mal 2400 dpi verfügbar. Die Tintenkartuschen bieten eine Reichweite von bis zu 50.000 Seiten. Bedienen lassen sich die Neuvorstellungen über ein 9-Zoll großes Touch Panel. Die Papierkapazität liegt bei maximal 5350 Blatt.

Peter Marwan

Peter Marwan ist Chefredakteur von silicon.de und immer auf der Suche nach Möglichkeiten, wie Firmen den rasanten Fortschritt in der IT-Branche in der Praxis nutzen können. Dabei geht es nicht nur darum, Vorhandenes zu optimieren, sondern vor allem auch um Ansätze und Strategien, mit denen sich neue, durch die IT unterstützte Geschäftsmodellle entwickeln lassen.

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