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Unternehmen setzen immer mehr auf OpenStack

Vor allem im Technologiebereich und in der Telekommunikation werden derzeit Projekte umgesetzt. Andere Bereiche wie Herstellung oder Retail spielen dagegen kaum eine Rolle. (Bild: OpenStack Foundation)

Der Einsatz von OpenStack wächst langsam aber stetig. Neben den Implementierungen steigt auch die Skalierung und die Nutzerbasis wie aus einer aktuellen Untersuchung (PDF) der OpenStack Foundation hervorgeht. Demnach ist die Zahl der Implementierungen laut der Umfrage um 44 Prozent gestiegen auch die Zahl der Studienteilnehmer habe sich um rund 20 Prozent erhöht. Die Größe des Unternehmens scheint dabei eine eher untergeordnete Rolle zu spielen.

32 Prozent der Nutzer sind Unternehmen mit mindestens 10000 Mitarbeitern und etwa ein Viertel der Organisationen haben weniger als 100 Mitarbeitern. Nach wie vor aber scheint OpenStack für den klassischen Mittelständler noch zu komplex und zu schwierig zu beherrschen zu sein. Das liegt unter anderem auch daran, dass Fachkräfte mit OpenStack-Expertise nach wie vor Seltenheitswert haben. Das ist in Gesprächen mit Vertretern von Open-Source-Anbietern wie Red Hat oder SUSE immer wieder zu hören. Beide versuchen durch Automatisierungen und durch auf bestimmte Einsatzbereiche zugeschnittene Lösungen diese Komplexität zu reduzieren.

Die Zahl der Deployments steigt langsam. (Bild: Openstack Foundation)

Die Mehrzahl der Implementierungen findet derzeit laut Studie folgerichtig im Technologiesektor statt. 56 Prozent der Unternehmen gehören dieser Branche an und 16 Prozent der Nutzer stammen aus dem Bereich Telekommunikation. 11 Prozent der Anwender kommen aus dem Bereich Forschung und Universität. 2 Prozent gehören Regierungen oder Verteidigung an. Damit bleiben 9 Prozent “Andere” Nutzer darin sind zum Beispiel Web-Hosting, Medien, Beratung oder Werbung enthalten. Herstellung/Industrie sowie Finance und Retail halten jeweils 2 Prozent der Installationen.

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Schlüsselt man den Bereich IT noch weiter auf, dann entfallen hier 16 Prozent auf Infrastruktur Provider. Private Cloud Provider und Consulting und Professional Services machen jeweils 13 Prozent aus. Mit knapp 40 Prozent aller OpenStack-Installationen ist die USA führend. 6 Prozent sind es in China und auf Rang drei folgt mit 5 Prozent aller Deployments Deutschland.

Vermeidung von Vendor Lock-In und die Beschleunigung von Innovationszyklen sind aktuell die Hauptargumente für OpenStack. (Bild: OpenStack Foundation)

Der wachsende Einsatz von OpenStack bezieht sich auch auf den Umfang, der bei einer Organisation auf OpenStack laufenden Gesamtinfrastruktur. Im Durchschnitt betreiben OpenStack-Nutzer 61 bis 80 Prozent der Infrastruktur auf OpenStack. Unter den großen Nutzern mit Clouds von mindestens 1.000 Kernen liegt der Durchschnitt der OpenStack-basierten Gesamtinfrastruktur sogar bei 81 bis 100 Prozent.

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So steige auch die typische Größe einer OpenStack-Cloud: 37 Prozent der Clouds verfügen über 1.000 oder mehr Kerne noch vor einem Jahr waren es nur 29 Prozent. 3 Prozent der Clouds haben sogar mehr als 100.000 Kerne. 16 Prozent der Implementierungen stellten mehr als 1 Petabyte an Objektspeicher bereit, gegenüber 4 Prozent im Vorjahr.

Die Motivation für den Einsatz von OpenStack liegt auf der Schaffung von Wettbewerbsvorteilen wie höhere Innovationsgeschwindigkeit und die Vermeidung der Bindung an nur einen Lieferanten. Damit werden Kostenersparnis und betrieblicher Effizienzzuwachs als Hauptargumente abgelöst.

(Bild: OpenStack Foundation Analytics)

Beim Einsatz von Containern nutzen derzeit 65 Prozent der Anwender Docker und 47 Prozent Kubernetes. Sämtliche OpenStack-Kerndienste kommen in 89 bis 98 Prozent aller Clouds zum Einsatz. Dadurch wächst der Einsatz der Kerndienste. Aber auch die Module Heat, Telemetry, Swift, Rally, Kolla und Barbican können in der Nutzergunst deutlich zulegen. Großes Interesse herrsche derzeit auch an den Projekten Designate, Magnum, Trove und Manila. Über ein Dashboard ;informiert die OpenStack Foundation über weitere Entwicklungen.

Martin Schindler

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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