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Uniti und Siemens bauen komplett automatisierte Fabrik in Schweden

Das Start-up Uniti entwickelt Elektroautos mit Internet-Anbindung. Deren Funktionen gehen weit über die von aktuellen “Connected Cars” hinaus. Das Unternehmen aus der südschwedischen Stadt Lund hatte im Lauf des vergangenen Jahres für dieses Konzept viel Aufmerksamkeit erhalten. Doch bislang war nicht klar, ob und wie das Start-up überhaupt Fahrzeuge produzieren kann.

Alles änderte sich im März dieses Jahres. Da gab Uniti eine Partnerschaft mit Siemens und Kuka bekannt. Gemeinsam planen und errichten die Partner eine vollständig automatisierte Fabrik für die Produktion von 55.000 Fahrzeugen in Südschweden. “Wir werden alle 22 Stunden einmal das Licht anschalten, um nach dem Rechten zu sehen”, verkündete Uniti CEO Lewis Horne vergangene Woche auf der Tech Cube Fair in Berlin.

Uniti-CEO Lewis Horne auf der Tech Cube Fair in Berlin. Er hatte Uniti als Projekt beim Social-Innovation-Center der Universität Lund gestartet. 2016 erhielt Uniti 1,35 Millionen Dollar per Crowdfunding (Bild: Uniti)

“Wir bauen im Moment zunächst eine digitale Fabrik. Wir sind das erste Unternehmen weltweit, dass von Grund auf ein Auto in solch einem PLM-System entwirft und mit dessen Unterstützung fertigen wird”, sagte Horne vor seinem Publikum, in dem auch Apple-Mitgründer Steve Wozniak saß. “Und wenn wir unsere Produktion starten, dann nicht als Autohersteller, die einer Autohersteller-Kultur und deren Autohersteller-Werten verbunden sind. Wir fangen ganz von vorne an.”

Roboterhersteller Kuka und Siemens Nordic sind Partner von Uniti. Gemeinsam bauen sie eine automatisierte Produktion auf, in der Roboter ab 2019 rund 55.000 Fahrzeuge pro Jahr fertigen sollen. (Bild: Uniti)

50 Prozent aller Unternehmen scheiterten an der Digitalisierung, meinte Horne. Der Grund dafür sei, dass die Kultur der Organisationen die Digitalisierung nicht erlaube. Aber alle Unternehmen, die erfolgreich digital arbeiten, lägen in Zukunft weit vor den Mitbewerbern.

“Der gesamte Prozess wird perfekt sein”, hatte ihm Mats Friberg, CEO von Siemens PLM Software versprochen. “Das erste Fahrzeug, das aus der Produktion rollt, kann ohne Test sofort an Kunden verkauft werden.”

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Horne meinte, Uniti könne vielleicht – noch – keine Autos bauen. “Aber wir können Roboter so programmieren, dass sie die Autos bauen. Das ist unser großer Vorteil.” Sämtliche Produktionsanlagen seien hochskalierbar und überaus flexibel. “Denn wir müssen in unserer Produktion nicht die superschwierige organisatorische Aufgabe lösen, wie wir Menschen in den Fertigungsprozess integrieren.”

Internet Connectivity soll Uniti zum Durchbruch am Markt verhelfen: das Auto wird unter anderem mit einer autonomen Roboter-Plattform, mit Head-up-Display und Virtual Reality ausgestattet. (Bild: Uniti)

Horne ist der Überzeugung, dass Menschen nicht dafür geschaffen seien, Autos zu bauen. “Wir bei Uniti wollen nicht die gleichen, schrecklichen Jobs anbieten, in denen wir früher einmal gearbeitet haben”, so Horne weiter. “Menschen sollen kreativ sein. Aber anstatt sich inspirieren zu lassen, werden Menschen müde. Roboter werden niemals müde.” Deshalb könnten sie viel besser und viel produktiver in einer Autofabrik arbeiten als Menschen.

Uniti plant sein Auto mit bis zu 300 Kilometern Reichweite, es wird rund 400 Kilogramm wiegen und 200.00 schwedische Kronen – also rund 20.500 Euro – kosten. (Bild: Uniti)

Nicht ganz so weit, aber in dieselbe Richtung geht Uniti-Partner Kuka auch mit SAP. Eine entsprechende Partnerschaft besteht seit 2015, darauf basierende Lösungen wurden zur Hannover Messe 2017 vorgestellt. Die Partnerschaft erstreckt sich auf die Bereiche Industrie 4.0 und IoT und soll es den von Horne als Digitalisierungsversagern geschmähten, alteingesessenen Unternehmen erleichtern, sich auf die Reise in die volldigitalisierte Zukunft zu begeben.

Bereits auf der CeBIT 2015 haben SAP und KUKA die aus ihrer Kooperation erwachsenden Möglichkeiten gezeigt. Die sollen jetzt erweitert werden, indem Kukas IoT-Plattform connyun enger mit dem SAP-Backend der Cloud Platform und dem Leonardo-IoT-Portfolio zusammenwächst. (Bild: SAP)

Im ersten Schritt wollen SAP und Kuka dafür Produktionsprozesse agiler machen und die Automatisierung vorantreiben, indem sie die Roboter des Augsburger Herstellers, der inzwischen Teil der chinesischen Midea-Gruppe ist, über standardisierte Schnittstellen wie OPC Unified Architecture mit der SAP Cloud Platform verbinden. Im zweiten Schritt planen sie dann Roboter-Anwendungen von Kuka auf Basis der SAP-IoT-Platform Leonardo und der SAP Cloud Platform (ehemals HANA Cloud Platform) bereitzustellen.

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Peter Marwan

Peter Marwan ist Chefredakteur von silicon.de und immer auf der Suche nach Möglichkeiten, wie Firmen den rasanten Fortschritt in der IT-Branche in der Praxis nutzen können. Dabei geht es nicht nur darum, Vorhandenes zu optimieren, sondern vor allem auch um Ansätze und Strategien, mit denen sich neue, durch die IT unterstützte Geschäftsmodellle entwickeln lassen.

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  • Aha und wer kauft dann diese Autos die Leute die da nicht arbeiten.Bekommt man die vieleicht geschenkt dann nehme ich auch eins.

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