Polizei-Messenger – Ein WhatsApp für Bayerns Polizisten

Bayern wird Polizeibeamte mit einem neuen, sicheren Messengerdienst ausrüsten. Somit sollen Einsatzbefehle, Informationen oder Dokumente schneller an die Beamten weiter geleitet werden können. Der neue Dienst wurde bereits in einem Pilotprojekt während des Münchner Oktoberfestes erprobt und soll nun in einem flächendeckenden Test in Mittelfranken weiter erprobt werden.

Im nächsten Jahr werde die Technik dann im gesamten Freistaat eingesetzt werden. In mehreren Schritten will die bayerische Polizei die Streifenwagen mit der Technologie aufrüsten.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zusammen mit den so genannten Cybercops. Auch bei einem neuen Messenger-Dienst für die Beamten will Bayern eine Vorreiterrolle einnehmen. (Bild: Polizei Bayern)

Fahndungsfotos, Einsatzbefehle oder Informationen und Ermittlungshinweise sollen auf diese Weise schneller an die Polizisten übermittelt werden. Über spezielle Smartphones sollen die Beamten die Informationen nutzen können, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet.

Natürlich wird dabei auf ein besonders hohes Sicherheitsniveau geachtet. Daher wird der Dienst von eigenen Servern aus erbracht, die vor unberechtigten Zugriffen besonders geschützt sind. Dabei soll laut dpa-Informationen eine Kooperation mit dem Provider Vodafone die entsprechende Infrastruktur ermöglichen.

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Aktuell kommunizieren die Polizisten hauptsächlich über Laptops. Diese können gut in einem Einsatzfahrzeug genutzt werden, hätten aber beim Verlassen der Fahrzeuge erhebliche Nachteile, weil diese in vielen Einsätzen zu sperrig sind. Großeinsätze wie der Münchner Amoklauf im Sommer 2016 hätten aber gezeigt, dass eine solche Kommunikationslösung sehr wertvoll sein kann.

Am Freitag will Bayerns Innenminister Joachim Herrmann offiziell den Startschuss für den Einsatz in Mittelfranken geben. Seit November bereite auch die Bundespolizei die Einführung eines solchen Messenger-Dienstes vor. Auf Landesebene gibt es eine solche Technologie aber bislang nicht. Nun soll bei der Einführung und der Entwicklung dieser Messenger-Technologie auch auf Kompatibilität zwischen den Services geachtet werden. Die Mittel dazu kommen aus dem millionenschweren Sicherheitspaket „Sicherheit durch Stärke“ der Bayerischen Staatsregierung, teilt das Bayerische Innenministerium mit.

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Bayerns Polizei führt zudem neue Cyberbeamte in die Polizeiarbeit ein. Dabei handelt es sich um Informatiker, die eine verkürzte Ausbildung zu Polizeibeamten durchlaufen. Sie sollen vor allem gegen Cyberkriminalität eingesetzt werden.

Die Polizei in Niedersachsen etwa verwendet seit einigen Monaten spezielle Tablets. Seit vergangenem August sind 500 vom deutschen IT-Sicherheitsunternehmens Rohde & Schwarz Cybersecurity speziell ausgestattete Tablet-Computer in sieben Polizeidirektionen und 33 Polizeiinspektionen im Einsatz. Mit diesen so genannten “BizzTrust Tablets” haben die Polizisten von überall sicheren Zugriff auf die Daten des Polizeiservers.

Martin Schindler

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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  • Wird die Kompatibilität via XMPP gelöst?

    Das wäre mal ein Schritt in die richtige Richtung um ggf. auch mit Nichtpolizisten kommunizieren zu können.

    • Sehr geehrter ghhjj,

      zu technischen Details liegen derzeit noch keine Informationen vor.

      Liebe Grüße

      Martin Schindler

      • Danke für die Antwort.

        Wie auch immer die technische Lösung aussehen wird.
        Ich finde es Klasse das man was eigenes macht und nicht glaubt WhatsApp wäre sicher ;-)

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