Informatica will deutschen Mittelstand digitalisieren

Die Digitalisierung stellt auch den Mittelstand vor neue Herausforderungen. “Eines der großen Probleme etwa im Bereich IoT ist das Reverse Engineering”, kommentiert Oliver Schröder, neuer Geschäftsführer EMEA Central beim Datenmanagement-Spezialisten Informatica. Vielfach sei nicht klar, welche Daten relevant sind.

Anwender stehen Schröder zufolge zudem vor dem Problem, dass Daten häufig in ganz unterschiedlichen Formaten auftreten. “Dazu muss man zunächst einen Abstraktions-Layer aufbauen und das kann ein kleineres Unternehmen ausbremsen”, so Schröder im Gespräch mit silicon.de.

Oliver Schröder ist ab 31. Mai Geschäftsführer EMEA Central beim Datenmanagement-Spezialisten Informatica. Zusammen mit dem neuen Vertriebspartner Tech Data will er künftig auch stärker auf den Mittelstand zugehen. (Bild: M. Schindler)

Und genau da will Schröder ansetzen. Informatica hatte sich bislang stark auf große Anwenderunternehmen mit Umsätzen ab 10 Milliarden Euro konzentriert. Der 1993 gegründete Anbieter hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Daten aus der “applikatorischen Logik” zu abstrahieren und frei verfügbar zu machen, erklärt Schröder. Dafür bietet das Unternehmen einen integrierten Technologie-Stack unter anderem für Datenintegration sowie Projekte im Umfeld von Big Data, Cloud Data, Master Data oder Data Security an.

“Ich sehe neue Chancen, indem wir den Mittelstand adressieren”, so Schröder weiter. Eine frische Partnerschaft mit dem Distributor Tech Data soll diesen neuen Fokus nun möglich machen. “Mit unserer bestehenden Mannschaft von knapp 300 Mitarbeitern in Deutschland war das bislang kaum möglich.”

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Effektive Meeting-und Kollaboration-Lösungen

Mitarbeiter sind heute mit Konnektivität, Mobilität und Video aufgewachsen oder vertraut. Sie nutzen die dazu erforderlichen Technologien privat und auch für die Arbeit bereits jetzt intensiv. Nun gilt es, diese Technologien und ihre Möglichkeiten in Unternehmen strategisch einzusetzen.

Schröder will daher Informatica in der Region auch personell verstärken. Die Niederlassung sei angesichts der Unternehmensgröße von weltweit rund 3300 Mitarbeitern ohnehin schon gut repräsentiert.

Schröder folgt zum 31. Mai 2017 auf Dirk Häußermann, der laut Branchenkreisen zu SAP in den Bereich HANA wechselt und der silicon.de-Lesern auch als Blogger bekannt ist. Der Wirtschaftsinformatiker Schröder ist seit 2013 bei Informatica und verantwortete zuletzt den stark wachsenden Bereich Master Data Management in EMEA und Lateinamerika.

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Martin Schindler

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

View Comments

  • Ziemlich nichtssagender Beitrag mit einigen orthographischen Fehlern.
    Warum wird die Strategie hier nicht ausführlicher erklärt?

    • Hallo,
      danke für den Hinweis. Die zwei gefundenen Tippfehler wurden korrigiert. Die Strategie wird deshalb nicht genauer erläutert, weil der Interviewte - wie im Beitrag erwähnt - seinen Dienst in der neuen Position erst heute offiziell antritt. Wir hielten es dennoch für relevant und interessant, auf den bevorstehenden, grundsätzlichen strategischen Schwenk des Unternehmens hinzuweisen. Wie genau der ausgestaltet wird, zeigt sich dann sicher in den kommenden Monaten noch. Immerhin ist die Hinwendung zum Mittelsatnd und die Entscheidung, mit einem Distributor zusammenzuarbeiten schon einmal eine wesentliche Änderung.

      Peter Marwan
      Redaktion silicon.de

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