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IoT-Funkstandard Zigbee Pro 2017 vorgestellt

Die Zigbee Alliance hat mit Zigbee Pro 2017 eine Möglichkeit zur vermaschten Vernetzung von großen IoT-Infrastrukturen über zwei Frequenzbänder vorgestellt. Der Spezifikation zufolge unterstützt Zigbee PRO die drahtlose Datenübertragung sowohl im traditionell für den Mobilfunk genutzten Bereich zwischen 800 und 900 MHz, als auch in dem von WLAN-Geräten genutzten Frequenzbereich bei 2,4 GHz. Damit verspricht die Interessensvertretung mehr Flexibilität bei der Planung von IoT-Infrastrukturen.

Zigbee PRO ist die Netzwerktechnologie, die Geräten zugrunde liegt, die als kompatibel zu Zigbee 3.0 zertifiziert werden. Victor Berrios, Vice President Technology bei der Zigbee Alliance. sieht Potenzial dafür sowohl im Bereich Smart Home, als auch bei größeren Installationen in Gewerbeimmobilien (Smart Building) und Smart Cities. Vorteile biete es durch die auf zwei Frequenzbänder ausgelegte Spezifikation etwa beim Betrieb von IoT-Netzwerken in Gebäuden, Gewerbeanlagen, Großimmobilien oder Veranstaltungsorten, in denen Stahlbeton und Stahlkonstruktionen die drahtlose Vernetzung per WLAN erschweren.

Genutzt werden die Möglichkeiten bereits im Zuge der großflächigen Installation von Smart-Metern in rund 30 Millionen Haushalten bis 2020 in Großbritannien. Federführend ist hierbei das Department for Business, Energy & Industrial Strategy. Aus dessen Anforderungen und auf dessen Anregung hin ist die Spezifikation auch entwickelt und durch die Mitglieder der Zigbee Alliance auch verabschiedet worden. Im Zuge des Projekts kommen im Durschnitt in jedem Haushalt fünf Knoten mit Zigbee Pro zum Einsatz.

Zigbee-Einsatzszenarien (Grafik: Zigbee Alliance)

Für Produkte, die auf PRO 2017 basieren, bietet die Zigbee Alliance ein Zertifizierungsprogramm an. Die erforderlichen Tests werden von unabhängigen Testinstituten vorgenommen, in Deutschland etwa dem TÜV Rheinland. Um Produkte zertifizieren zu lassen, muss ein Unternehmen in irgendeiner Form Mitglied der Zigbee Alliance sein. Produkte werden dann entweder als Zigbee Compliant Platform ausgezeichent, wenn es sich lediglich um eine Kombination aus Sender, Microprozessor und Software handelt, auf der das Zigbee-Protokoll läuft. Sofern es sich um ein Endkundenprodukt handelt erfolgt die Zertifizierung als Zigbee Certified Product. Dann setzt die Zertifizierung die Kompatibilität auf der Applikationsebene voraus.

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Peter Marwan

Peter Marwan ist Chefredakteur von silicon.de und immer auf der Suche nach Möglichkeiten, wie Firmen den rasanten Fortschritt in der IT-Branche in der Praxis nutzen können. Dabei geht es nicht nur darum, Vorhandenes zu optimieren, sondern vor allem auch um Ansätze und Strategien, mit denen sich neue, durch die IT unterstützte Geschäftsmodellle entwickeln lassen.

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