Skype for Business nun auch als Gebrauchtsoftware erhältlich

Gebrauchtsoftwarehändler Usedsoft bietet Firmen nun auch Lizenzen für Skype for Business aus zweiter Hand an. Das Unternehmen hatte mit seinen rechtlichen Auseinandersetzungen mit Oracle, Adobe und Microsoft wesentlich dazu beigetragen, die Rechtslage rund um Gebrauchtsoftware in Deutschland zu klären. Es verkauft bereits seit Jahren Lizenzen für bereits einmal verwendete Microsoft-Software, sei es nun Office, Windows Server oder SQL-Servern. Nun wurde die Angebotspalette noch einmal erweitert.

“Zum optimalen digitalen Arbeitsplatz gehören heute auch Anwendungen für Audio- und Videokonferenzen, Online-Besprechungen und die geräteübergreifende Zusammenarbeit”, so Geschäftsführer Peter Schneider in einer Pressemitteilung. “Wir bieten mit den gebrauchten Lizenzen für Skype for Business 2015 deshalb ein günstiges Komplettpaket an, mit dem Unternehmen beträchtliche Ersparnisse erzielen können.” Aktuell ist beispielsweise Skype for Business Server 2015 für rund 2420 Euro im Angebot, eine Server User CAL 2015 kostet 23,10 Euro (Standard) oder 66,90 Euro (Enterprise).

Indem Skype for Business, der Nachfolger von Microsoft Lync, Kommunikationskanäle auf der den Nutzern vertrauten Oberfläche von Microsoft Office bündelt, ist es vor allem für Unternehmen mit unterschiedlichen Standorten und vielen mobilen Mitarbeitern als Ergänzung zur klassischen Telefonanlage gut geeignet. Microsoft bewirbt in letzter Zeit verstärkt die Möglichkeit, Skype for Business einzeln oder im Rahmen von Office 365 zu mieten. Argument ist da, neben der Möglichkeit, stets die aktuellste Version nutzen zu können, auch die Tatsache, dass keine Anschaffungskosten, sondern nur Betriebskosten anfallen.

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Effektive Meeting-und Kollaboration-Lösungen

Mitarbeiter sind heute mit Konnektivität, Mobilität und Video aufgewachsen oder vertraut. Sie nutzen die dazu erforderlichen Technologien privat und auch für die Arbeit bereits jetzt intensiv. Nun gilt es, diese Technologien und ihre Möglichkeiten in Unternehmen strategisch einzusetzen.

Dieses Argument wird bei Cloud-Angeboten und SaaS-Diensten vielfach ins Feld geführt. Es zieht aber nur, wenn solche Buchhaltungs- und Bilanzierungspraktiken aufgrund der Einnahmensituation erforderlich oder für die Darstellung nach außen und gegenüber Investoren hilfreich sind. Ein ganzheitlich wirtschaftendes Unternehmen mit ausreichender Liquidität kann sich nach Ansicht von Usedsoft-Geschäftsführer Schneider unterm Strich mit dem Kauf nach wie vor einiges an Geld sparen.

“Viele Unternehmen rechnen nicht durch, ob ein Mietmodell über die Jahre wirklich sinnvoll ist”, so Schneider. “Das böse Erwachen gibt es dann, wenn die Jahresabonnements abgeschlossen sind. Ein einmaliger Kauf ist da die günstigere Alternative.”

Lizenzen von Skype for Buisness 2015 und die zugehörigen Client-Access-Lizenzen bieten übrigens auch der im Gegensatz zu dem völlig unabhängig agierenden Usedsoft eher mit den Softwareanbietern kooperierende Gebrauchtsoftwarehändler Preo Software sowie der als Lizenzbörse auftretende Marktplatz li-x. Weitere Händler wie USC und 2ndsoft führen derzeit keine Skype-Lizenzen.

Peter Marwan

Peter Marwan ist Chefredakteur von silicon.de und immer auf der Suche nach Möglichkeiten, wie Firmen den rasanten Fortschritt in der IT-Branche in der Praxis nutzen können. Dabei geht es nicht nur darum, Vorhandenes zu optimieren, sondern vor allem auch um Ansätze und Strategien, mit denen sich neue, durch die IT unterstützte Geschäftsmodellle entwickeln lassen.

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