Verbraucherschützer kritisieren Qualitätsmängel von Gesundheits-Apps

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Stichprobenartig getestet und geprüft wurden 17 Apps für Personen mit Rheuma oder Rückenproblemen. Nach Ansicht der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen können zahlreiche derartige Apps mehr schaden als nützen. Notwendige Hinweise fehlten oft. Zum Schutz der Verbraucher seien Gesetzesänderungen erforderlich.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW) hat auf erhebliche Mängel bei Gesundheits-Apps hingewiesen. Ihre Warnung begründet sie mit den Ergebnissen einer Stichprobe (PDF), bei der 17 Android-Apps unter die Lupe genommen wurden, die Personen mit Rheuma oder mit Rückenproblemen Hilfe versprechen. Veröffentlicht wurden die Apps unter anderem von Pharmaunternehmen, einem Arzt und einer Selbsthilfeorganisation.

Smartphone-Apps (Bild: Shutterstock / Oleksiy Mark)
“Während der Markt der mobilen Gesundheits-Apps rasant und ungehindert wächst, gibt’s nur eine Handvoll Apps, die bislang offiziell hinsichtlich ihres medizinischen Gehalts und Nutzens zertifiziert worden sind”, bemängelt die Verbraucherzentrale NRW (Bild: Shutterstock / Oleksiy Mark)

Die Verbraucherschützer klopften die Anwendungen vor allem in drei Bereichen ab: Raten sie vor der Anwendung zu einem Arztbesuch, können Nutzer erkennen, ob die App für sie gedacht ist und ist die medizinische Qualifikation der App-Entwickler nachvollziehbar dargelegt?

Nach Auffassung der Verbraucherschützer “können Gesundheits-Apps bei der Anwendung mehr schädigen als nützen, wenn sie keinen verlässlichen und medizinisch fundierten Standard nachweisen.” Bei den getesteten 17 Apps seien aber die Hinweise zu Zweck, Nutzen und den Grenzen einer Anwendung meist zu dürftig, außerdem fehlten medizinische Belege für Infos, Ratschläge und Empfehlungen oder fielen zu dünn aus.

Die 17 getesteten App bieten in erster Linie Ratschläge für Bewegungsübungen oder ermöglichen das Führen eines Beschwerde- und Behandlungstagebuchs. Vier Apps lasen laut Verbraucherzentrale gar keine Zielgruppenansprache erkennen. Zwei weitere richten sich allgemein an Personen, die Schmerzen vorbeugen wollen. Elf der untersuchten Apps versprechen Hilfe für Schmerzpatienten, davon wenden sich fünf an Patienten mit einer spezifischen Diagnose wie Arthrose oder Rheuma. Die sechs anderen Apps bieten generell Infos für Menschen mit Rücken- und Gelenkschmerzen.

Da Patienten auf verlässliche Informationen und Hilfe zur Klärung von Symptomen und Behandlung von Krankheiten angewiesen seien, sollte nach Auffassung der Verbraucherzentrale NRW “gesetzlich verankert werden, dass entsprechende Auskunftspflichten der Anbieter bereits in der Produktbeschreibung im jeweiligen App-Store sowie in der App enthalten sind.” Patienten sollten zudem bereits vor Gebrauch der App alle relevanten Informationen zugänglich gemacht werden.

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Komfortzubehör für Digitale Nomaden - Kopfhörer

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Zugegeben, der Jabra Elite Sport ist kein klassisches Business-Headset, obwohl man mit ihm durchaus auch telefonieren kann. Aber heutzutage gehört es sozusagen zum guten Ton mobiler Geschäftsleute, abends nach dem Einchecken im Hotel die Sportschuhe raus zu holen und noch eine Runde zu laufen. Gute Fitness hilft schließlich auch, nervenaufreibende Meetings zu überstehen.

Deshalb ist der Elite Sport vielleicht doch eine gute Investition. Neben den Telefonie-Funktionen kann man mit dem drahtlosen Elite Sport auch Musik hören. Der Kopfhörer ist wasserdicht, schwitzen kann ihm also nichts anhaben.

Das Highlight des Modells ist aber der Herzfrequenzmesser. Im rechten Ohrhörer sind ein Infrarot- und ein Bewegungssensor untergebracht. Diese ermitteln die Herzfrequenz beim Sport laut Hersteller mit "90-prozentiger Präzision". Das funktioniert so: Der Infrarot-Sensor strahlt ins Ohrgewebe und registriert die reflektierte Lichtstreuung. Gemeinsam mit den Daten des Bewegungssensors, der die Beschleunigung des Sportlers registriert, wird die Herzfrequenz errechnet. Die Daten werden auf eine Smartphone-App übertragen. Diese bietet dem Anwender auch ein individuelles Fitnessprogramm mit Infografiken. Während der sportlichen Betätigung bekommt der Nutzer via Sprachansage Infos etwa über die zurückgelegte Strecke oder die Geschwindigkeit.

Im rechten und linken Ohrhörer sind jeweils zwei Mikrofone verbaut. Diese ermöglichen das freihändige Telefonieren und dienen nebenher zur Reduzierung der Hintergrundgeräusche. Laufen, dabei Musik hören, zwischendurch telefonieren und der Sport-Arzt läuft auch mit - was will man mehr. Der Hörer soll Mitte November in den Handel kommen, auf der Webseite kann man es jetzt schon vorbestellen. Preis: 250 Euro (Bild: GN Netcom)

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