Categories: ForschungInnovation

HPE und NASA erproben ersten Supercomputer im All

Die US-Weltraumagentur NASA schickt einen zusammen mit Hewlett Packard Enterprise entwickelten Supercomputer ins All. Der Spaceborne Computer genannte Rechner startet heute vom Kennedy Space Center im US-Bundesstaat Florida zur internationalen Raumstation ISS. Der Supercomputer soll allerdings nicht die Ausstattung der ISS verbessern, sondern bei einer geplanten Mission zum Mars zum Einsatz kommen.

International Space Station (Bild: ESA)

An Bord der ISS soll der Spaceborne Computer zeigen, dass er ein Jahr reibungslos im Weltraum betrieben werden kann. Etwa ein Jahr dauert nämlich die Reise von der Erde zum Mars.

Derzeit können bestimmte für die Weltraumforschung benötige Computerberechnungen nicht im Weltall und nur auf der Erde ausgeführt werden. Aufgrund der großen Entfernung zur Erde während der Reise zum Mars müssten Astronauten ohne eigenen Supercomputer bis zu 40 Minuten auf die Ergebnisse warten. So lange beträgt die Laufzeit eines Kommunikationssignals vom Mars zur Erde und wieder zurück.

Webinar

Digitalisierung fängt mit Software Defined Networking an

In diesem Webinar am 18. Oktober werden Ihnen die unterschiedlichen Wege, ein Software Defined Network aufzubauen, aus strategischer Sicht erklärt sowie die Vorteile der einzelnen Wege aufgezeigt. Außerdem erfahren Sie, welche Aspekte es bei der Auswahl von Technologien und Partnern zu beachten gilt und wie sich auf Grundlage eines SDN eine Vielzahl von Initiativen zur Digitalisierung schnell umsetzen lässt.

“Eine solche Verzögerung würde eine Erforschung vor Ort zu einer Herausforderung und möglicherweise sogar gefährlich machen, falls Astronauten auf missionskritische Situationen treffen, die sie selbst nicht lösen können”, sagte Alain Andreoli, Senior Vice President und General Manager der Data Center Infrastructure Group bei HPE. “Eine Mars-Mission benötigt fortschrittliche Computing-Ressourcen an Bord, die ausgedehnte Betriebszeiten erlauben.”

Andreoli geht zudem davon aus, dass die Experimente im All “Entdeckungen für die Verbesserung des High Performance Computing auf der Erde auslösen werden”. Davon verspricht er sich wiederum Auswirkungen auf andere Bereiche der technischen Innovation.

Ausgewähltes Webinar

Praxisleitfaden für den Schutz von Unternehmen vor Ransomware

Helge Husemann, Product Marketing Manager EMEA von Malwarebytes, stellt in diesem 60-minütigen Webinar (Aufzeichnung) die neue Sicherheitslösung Malwarebytes Endpoint Protection vor. Sie enthält ein mehrstufiges Sicherheitskonzept und bietet damit einen effektiven Schutz vor modernen Bedrohungen wie WannaCry, Petya und anderen.

Hardwareseitig wurde der Spaceborne Computer nicht besonders an den Einsatz in der Schwerelosigkeit angepasst. Er basiert auf einem Apollo-40-System von HPE mit High Speed HPC Interconnect, auf dem ein Open-Source-Linux-Betriebssystem ausgeführt wird. Es ist das erste Mal, dass ein handelsübliches High-Performance-Computersystem im Weltraum betrieben wird. Normalerweise genehmigt die NASA nur Systeme, die speziell vor Strahlung, Sonneneruptionen und Mikrometeoriten geschützt sind und auch bei schwankender Stromversorgung und Kühlung genutzt werden können.

Der Spaceborne Computer wurde indes softwareseitig “abgehärtet”. Seine Software kann in Echtzeit beispielsweise die Leistung reduzieren, um auf den Anstieg dr Strahlung oder andere sich ändernde Bedingungen zu reagieren. Zudem nutzt das System ein spezielles wassergekühltes Gehäuse.

Tipp: Wie gut kennen Sie sich mit der europäischen Technologie-Geschichte aus? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

?

Loading ...
Peter Marwan

Peter Marwan ist Chefredakteur von silicon.de und immer auf der Suche nach Möglichkeiten, wie Firmen den rasanten Fortschritt in der IT-Branche in der Praxis nutzen können. Dabei geht es nicht nur darum, Vorhandenes zu optimieren, sondern vor allem auch um Ansätze und Strategien, mit denen sich neue, durch die IT unterstützte Geschäftsmodellle entwickeln lassen.

View Comments

  • Nochmals, hört endlich auf mit diesem Begriff "künstliche Intelligenz). Sie wurde geschaffen von Programmierern um gewisse Prozesse zu vereinfachen und zu Speichern, damit diese immer wieder zur Verfügung stehen.

Recent Posts

Allianz Risk Barometer 2022: Cyberangriffe weltweites Top-Risiko für Unternehmen

Elfte Umfrage der Allianz: Cyber, Betriebsunterbrechung und Naturkatastrophen sind weltweit die drei größten Geschäftsrisiken in…

23 Minuten ago

Worauf es bei der Banken-IT besonders ankommt

Finanzinstitute unterliegen strengen Auflagen, wenn es um die Digitalisierung geht. Doch der Finanzbereich kommt an…

2 Stunden ago

Patentstreit zwischen Apple und Ericsson eskaliert

Apple reagiert auf Ericssons Klagen mit einer eigenen ITC-Beschwerde. Das Unternehmen aus Cupertino bekundet aber…

3 Tagen ago

Google fordert sichere Rahmenbedingungen für Datenaustausch zwischen USA und EU

Googles Chief Legal Officer kritisiert in einem Blogeintrag die Datenschutzgrundverordnung. Auslöser ist eine Entscheidung aus…

3 Tagen ago

Samsung stellt am 8. Februar Galaxy S 22 vor

Ein Teaser-Video bestätigt Gerüchte, wonach Samsung die Note-Serie mit der Galaxy-S-Serie zusammenlegt. Samsung verspricht zudem…

3 Tagen ago

ISG-Studie: Intelligente Prozessautomatisierung in Deutschland

Die Nachfrage nach Automatisierungslösungen und -dienstleistungen, die unternehmensübergreifende Use Cases ermöglichen, steigt.

3 Tagen ago