Categories: Politik

EU-Rekordstrafe – Google klagt gegen Kartellurteil

Google hat bei der EU Berufung gegen die Strafe von 2,4 Milliarden Euro eingelegt. Die EU hat den Eingang eines entsprechenden Antrags bestätigt. Die EU hatte Ende Juni den Internetkonzern zu der Strafe verurteilt. Der Suchmaschinenbetreiber habe seine Marktdominierende Stellung ausgenutzt, um Wettbewerber aus dem Markt zu drängen. Das Unternehmen habe damit Verbrauchern und anderen Unternehmen geschadet.

Neben der Geldstrafe wurde Google von der EU auch aufgefordert, die bisherige Praxis abzustellen. Dazu hat Google noch bis Ende September Zeit. Die EU bestätigte, dass Google bereits Vorschläge für Korrekturen eingereicht habe. Wie Googles Alternativen aussehen, wurde jedoch nicht bekannt.

Ausgewähltes Whitepaper

Report: State of Digital Transformation EMEA 2019

Zu den größten Hürden der digitalen Transformation zählen der mobile Zugriff auf Unternehmensdaten und Anwendungen, die Nutzung unsicherer Netzwerke und nicht verwalteter Geräte. Das geht aus dem Report „State of Digital Transformation EMEA 2019“ von Zscaler hervor. Jetzt den vollständigen Report herunterladen!

Bei der Shopping-Suche soll Google wurden bei Google gebuchte Anzeigen prominenter platziert als andere Suchergebnisse. Weil diese Anzeigen gegenüber den Preisvergleichen von Wettbewerbern höher stufte, sehen die Wettbewerbshüter der EU einen Verstoß gegen Wettbewerbsrecht.

Doch Google weist diese Vorwürfe zurück. Bereits bei der Urteilsverkündung hatte Google angekündigt, gegen diese Entscheidung vorzugehen. Jetzt wurde die Beschwerde eingelegt.
Von der EU heißt es dazu: “Die Kommission wird die Entscheidung vor Gericht verteidigen.” Weitere wurde die Berufung nicht kommentiert. Die Beschwerde wird nun vor den Europäischen Gerichtshof verhandelt. Bis hier aber mit einem Ergebnis zu rechnen ist, dürften ein bis
zwei Jahre vergehen.

Erst vor wenigen Tagen hatte der EuGH ein Kartellurteil gegen Intel wieder aufgehoben und angeordnet, dass Intels Argumentation gesondert gehört werden müsse. Im Jahr 2009 wurde Intel zu einer Strafe von 1,06 Milliarden Euro verurteilt. In der Urteilsbegründung hatten die Richter erklärt, dass Intels Rabatte per se einen Verstoß gegen den fairen Wettbewerb bedeuten.

Ausgewähltes Whitepaper

Optimierungsbedarf bei Logistikprozessen?

Die Lösung lautet: Dokumentenmanagement. Erfahren Sie im kostenlosen E-Book, wie ein Dokumentenmanagement-System (DMS) Ihnen helfen kann, Ihre Logistikprozesse zu verbessern – von der Artikelnummer bis zur Zustellung. Lesen Sie außerdem, wie Sie ein DMS auch im laufenden Betrieb zeit- und kostensparend implementieren können.

Intel hatte die Rabatte nur dann gewährt, wenn Unternehmen wie Dell oder Mediamarkt ausschließlich Intel-basierte Rechner im Programm hatten. Das EuGH aber erklärte, dass Intel geprüft werden müsse, ob tatsächlich dadurch der Wettbewerb eingeschränkt gewesen wäre.

Martin Schindler

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

Recent Posts

Schnelle Klicks mit schlimmen Folgen

Mit psychologischen Tricks verleiten Spear-Phishing-Angreifer ihre Opfer zu schnellen Klicks auf betrügerische Mails, warnt David…

11 Stunden ago

Lieferkettensorgfalts- pflichtengesetz setzt Unternehmen unter Zugzwang

Modebranche, Textilindustrie und Einzelhandel stehen unter Druck, die Vorgaben des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) ab Januar 2023…

14 Stunden ago

Mit DevOps die Produktivität und Qualität von Software-Releases erhöhen

Das DevOps-Konzept erfordert eine weitflächige Automatisierung, um die Prozesse der Softwareentwicklung zu verbessern, sagt Gastautorin…

1 Tag ago

Social Media für Unternehmen

Bitkom veröffentlicht neuen Social-Media-Leitfaden: Hilfreiche Tipps, wie Unternehmen soziale Medien erfolgreich für sich nutzen können.

3 Tagen ago

High-Tech im Stall, KI auf dem Acker

Bitkom und DLG stellen neue Studie zur Digitalisierung der Landwirtschaft vor. 8 von 10 Höfen…

3 Tagen ago

Software gemeinsam entwickeln

Open Source ist das Fundament einer „Sharing Economy“, sagt der Forschungsbeirats der Plattform Industrie 4.0.

4 Tagen ago