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Studie zu Wochenarbeitszeiten von Freelancern

Die Plattform freelance.de, ein Marktplatz, der Freischaffende und Auftraggeber zusammenbringt, hat die dort angemeldeten Freelancer zu ihren durchschnittlichen Wochenarbeitszeiten befragt. Demnach kommen die Umfrageteilnehmer im Durchschnitt sehr nah an die 40-Stunden-Woche heran. Die Vermutung, dass sein eigener Chef zu sein, letztlich zur Selbstausbeutung führt und zugunsten von Projektarbeit auf Freizeit verzichtet wird, ist damit nach Auffassung des Freelancer-Portals widerlegt.

Allerdings hängt die durchschnittliche Wochenarbeitszeit auch von der Branche ab, in der die Freelancer aktiv sind. Und der Durchschnitt errechnet sich aus Wochen mit stark unterschiedlichem Arbeitsaufkommen: Von der 20-Stunden-Woche bis zur Von der 70-Stunden-Woche ist alles drin. Auch das kann für manche eine erhebliche Belastung darstellen – bietet aber andererseits auch Freiräume.

“Es gibt Zeitabschnitte in der Karriere, da will man viel arbeiten, um viel zu erreichen. Genauso gibt es aber Zeiten, in denen man öfter zu Hause sein möchte, zum Beispiel, wenn man eine Familie gründet. Das geht als Angestellter nicht immer so einfach“, erklär Simon Gravel, Geschäftsführer von freelance.de. “Vor allem die Rückkehr von der Halbtagsarbeit in die Vollzeit wird oft erschwert. Als Freelancer ist man viel flexibler.”

Im Bereich IT, Entwicklung liegt der Durchschnitt bei den Befragten bei 41,6 Stunden pro Woche. Das Wochenmaximum liegt 70 Stunden, das Minimum bei 24 Stunden. Damit haben es IT-Freelancer vergleichsweise gemütlich. Lediglich in den Bereichen Design, Kunst (40,2 Stunden pro Woche im Durchschnitt) und Forschung, Wissenschaft, Bildung (37,6 Stunden pro Woche im Durchschnitt) liegt die durchschnittliche Wochenarbeitszeit niedriger.

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Das kann auch daran liegen, dass viele IT-Freelancer nicht darauf angewiesen sind, jedes Projekt anzunehmen. Sie haben oft den Luxus, aufgrund des hohen Bedarfs der Firmen an ihrer Dienstleistung und der vergleichsweise guten Bezahlung unter Projekten auswählen zu können. Das hat sich herumgesprochen. Seit einiger Zeit schon ist die Selbständigkeit bei IT-Fachkräften nicht mehr ein Ausweg oder Notfallplan, sondern wird schon von immer mehr Studenten in diesem Bereich bewusst und gezielt angestrebt.

Am höchsten ist das durchschnittliche wöchentliche Arbeitsaufkommen der Freelance.de-Umfrage zufolge bei Freischaffenden in den Bereichen Ingenieurwesen (44,4 Stunden pro Woche) sowie Versicherungen, Finanzen, Recht (44,3 Stunden). Wer als Freelancer im Segment Management, Beratung und Strategie unterwegs ist, kommt auf einen Durchschnitt von 42,1 Stunden pro Woche. Der höchste Wert lag bei den Befragten hier bei 60 Stunden, der niedrigste bei 20 Stunden pro Woche.

Peter Marwan

Peter Marwan ist Chefredakteur von silicon.de und immer auf der Suche nach Möglichkeiten, wie Firmen den rasanten Fortschritt in der IT-Branche in der Praxis nutzen können. Dabei geht es nicht nur darum, Vorhandenes zu optimieren, sondern vor allem auch um Ansätze und Strategien, mit denen sich neue, durch die IT unterstützte Geschäftsmodellle entwickeln lassen.

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