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Signal-Erfinder Marlinspike will Bitcoin alltagstauglich machen

Unter dem Namen Mobilecoin soll eine Alternative zu Bitcoin entstehen und damit vor allem einige Nachteile der Cryptowährung ausgebügelt werden. Die neue Währung soll zum Beispiel mit deutlich weniger Rechenleistung auskommen und weniger Raum für Spekulationen bieten, dafür zum Beispiel auf mobilen Geräten einfach nutzbar sein.

Der Crypto-Experte Moxie Marlinspike, der sich bereits mit dem Messenger Signal einen Namen gemacht hat, spricht nun über seinen Ansatz. Dabei soll anders als bei der boomenden Bitcoin kein Peer-to-Peer-Netz zum Einsatz kommen. Statt dessen sollen einzelne Server-Knoten verschiedene Aufgaben für eine Transaktion übernehmen. Damit wäre Mobilecoin sehr viel weniger rechenintensiv als Bitcoin und damit auch im Alltag einsetzbar.

Die Sicherung soll dann nicht über ein gemeinsames Register gewährleistet werden, sondern über eine neue Technologie in Intel-Chips: In der Prozessor-Erweiterung Software Guard Extensions (SGX) können Prozesse völlig unabhängig vom restlichen System laufen. Das bedeutet, dass selbst der Administrator des Rechners diesen Bereich nicht verändern oder einsehen kann.

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Doch Marlinspike verfolgt noch weitere Ziele: Statt ein neues Spekulationsobjekt zu entwickeln, will er eine praxis- und alltagstaugliche Währung.

Gegenüber Wired erklärt Marlinspike: “Ich glaube, dass Usability heute für Cryptowährungen die größte Herausforderung darstellt. Die Innovationen, die ich gerne sehen möchte, sind diejenigen, die Crypto-Währungen in normalen Umgebungen einsatzfähig machen, ohne dabei die Eigenschaften opfern zu müssen, die Cryptowährungen von bestehenden Zahlungsmechanismen unterscheiden.”

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Die Krux des neuen Konzeptes ist, dass sich die neue Währung von der Technologie eines einzelnen Herstellers abhängig macht und damit auch mit der Sicherheit dieser Technologie steht und fällt.

Marlinspike entwickelt die Technologie zusammen mit Joshua Goldbard und dem Anwalt Shane Glynn. Die Bitcoin-Alternative basiert auf der quelloffenen Plattform Stellar Consensus Protocols. Auch IBM hat eine Lösung, die auf diesem Netzwerk aufsetzt.

Martin Schindler

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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  • Errechnetes Spielgeld ist im Prinzip noch besser als Aktien. Ziemlich gerissen. Faktisch erwirbt man Anteile an einem Jackpot. Dann steigt aufgrund von Nachfrage der Wert.

    Dadurch wird die "Währung" allerdings für den Alltagsgebrauch untauglich. Man kann mit sehr stark schwankenden Bewertungen nicht wirklich gut Geschäfte machen. Daraus ergeben sich unkalkulierbare Risiken für die Herstellung und den Vertrieb von häufig nachgefragten Produkten. Und das ist wirklich das letzte, was die Wirtschaft gebrauchen kann.

    Ein Supermarkt, in dem man mit Bitcoin bezahlen kann? Die müssten täglich die Ware neu auspreisen. Was für ein Aufwand! Und als Kunde kommt man sich auch nicht verarscht vor, wenn man den Überblick verliert, was dem eigenen Budget entspricht, und was nicht?

    Die können jetzt noch hunderte solcher Hütchenspieltische aufbauen, es ändert ja doch nichts an der Geschichte, das Finanzpolitik keinem Automatismus folgen darf. Und die feste Begrenzung der verfügbaren Geldmenge ist nun wirklich die dümmste Idee seit Adam und Eva. Spielt einfach mal Monopoly, und ihr werdet schon sehen.

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