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Google stärkt IoT mit LogMeIn-Tochter Xively

Google gibt die Übernahme von Xively bekannt. Für die LogMeIn-Tochter bezahlt Google 50 Millionen Dollar. Xively bietet eine Cloud-Lösung für die Verbindung, Verwaltung und Datenanalyse von Geräten, die mit dem Internet of Things verbunden sind. Neben intelligenten Geräten können darüber auch Objekte des Smart Homes eingebunden und verwaltet werden. Alphabet hatte erst vor wenigen Tagen Nest wieder in die Kernmannschaft mit aufgenommen.

Google erklärt, dass Xively die Angebote der Google Cloud erweitern soll und hier vor allem die Bereiche Analytics und Data Storage gestärkt werden. Xively werde ‚Cloud IoT-Core‘, den vollständig Verwalteten IoT-Service der Google Cloud komplettieren, teilt Google mit.

Googles Cloud IoT Core liest Daten aus “Dingen” aus und verwaltet diese gleichzeitig. Diese Komponente der Google IoT-Cloud soll künftig mit Xively-Technologie vervollständigt werden. Daneben komplettieren die analytischen Features, die Sicherheit und die Skalierbarkeit der Google Cloud den Service. (Bild: Google)

„Mit dieser Übernahme wird Cloud IoT Core eine tiefe IoT-Technologie und Ingenieurs-Expertise bekommen, die Xivelys entwickeltes Device Management, Messaging und auch Dashboard-Funktionen umfasst“, kommenteiert Antony Passemard, Produktmanager für IoT und Pub/Sub bei Google. Die flexible Geräteverwaltung von Xively und das weitreichende Feature-Set werde so mit der Skalierbarkeit und Sicherheit der Google Cloud verbunden. „Mit der Führerschaft der Google Cloud in den Bereichen Data Analystics und Machine Learning werden unsere Kunden zudem in der Lage sein, schnell einsatzfähige IoT-Lösungen umzusetzen und sich darauf konzentrieren können, Unternehmenswerte zu schaffen“, so Passemard weiter.

Neben der Cloud-Plattform übernimmt Google auch 45 Mitarbeiter. Zudem bietet Xively auch Beratungsleistungen an. Das Unternehmen wurde 2007 als Pachube gegründet. 2011 hatte sich das Unternehmen bereit erklärt, in Japan nach dem Reaktorunglück im japanischen Fukushima über das Land verteilte Geigerzähler miteinander zu verbinden. Nach der Übernahme im gleichen Jahr wurde schließlich 2013 die erste Version der IoT-Plattform vorgestellt.

LogMeIn hatte damals 12 Millionen Dollar für das Unternehmen bezahlt. Im zurückliegenden Quartal haben LogMeIn mit der Unternehmensgruppe 3 Millionen Dollar umgesetzt.

Für LogMeIn stellt dieser Verkauf natürlich eine Abkehr aus diesem Bereich dar. „Die naheliegende Frage ist, verlässt LogMeIn den Bereich IoT?“, so CEO Bill Wagner in einem Blogeintrag. „Wenn man damit den IoT-Connectivity-Platform-Space meint, ja, den verlassen wir.“ Wagner ist überzeugt, dass die Xively-Technolgoie bei Google deutlich besser aufgehoben ist. Doch werde LogMeIn weiterhin im Bereich Support-of-Things Produkte und Services wie LogMeIn Rescue, Bold360, GoToAssist, Central, Rescue Lens und SeeIt anbieten und darüber im Bereich IoT aktiv bleiben.

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Martin Schindler

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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