OpenStack veröffentlicht “Queens”

CloudCloud-Management

Neue Features für Software-defined Storage, Support für vGPUs und neue Möglichkeiten beim Einsatz von Containern.

Die OpenStack-Foundation veröffentlicht mit Queens die 17. Version der quelloffenen Cloud-Software. Darin enthalten sind zahlreiche Updates für Bereiche wie Software-defined Storage, GPU-Kompatibilität und das Tracking von Container-Workloads. Damit versuchen die Entwickler der OpenStack-Foundation mit den wachsenden Bedürfnissen der Anwender Schritt zu halten, die das Framework für private Clouds in immer neuen Szenarien einsetzen.

(Bild: Red Hat/OpenStack)Eines der neuen Features von Queens ist das Multi-Attach-Feature in Cinder. Damit lässt sich einem einzelnen Block-Storage-Gerät verschiedene VMs zuweisen. Wie es aus der Foundation heißt, ist das eines der wichtigsten Kundenanfragen, denn so lässt sich vergleichsweise Einfach Storage-Redundanz erreichen. Wenn ein Knoten abstürzt, kann dessen Aufgabe von einem anderen übernommen werden mit dem Vollen Zugriff auf das Volumen. Somit können Anwender eine teure Anschaffung von Firbre Channel Storages Arrays umgehen.

Nova, der Compute-Manager von OpenStack unterstützt jetzt vGPUs. Virtuelle Maschinen können damit auch über vGPUs laufen. Diese Virtuellen Grafik-Prozessoren bekommen durch neue Workloads rund um Machine Learning oder künstliche Intelligenz derzeit eine wachsende Bedeutung.

Was zuvor als Nomad entwickelt wurde, heißt jetzt Cyborg. Dieses Framework unterstützt unter anderem Beschleuniger-Hardware wie GPUs, FPGA, oder Hardware mit Support für Entwickler-Kits für Data Plane Development oder Storage Performance Development (DPDK/SPDK). Vor allem Unternehmen aus der Telekommunikationsbranche, die Projekte mit Network Function Virtualization (NFV) haben, können davon profitieren.

Ironic Rescue Mode bietet jetzt die Möglichkeit für schnelle Reparaturen. Bislang war diese Komponente lediglich für Virtuelle Maschinen in Nova verfügbar. Jetzt unterstützt auch Ironic, das Tool für Bare Metal Instanzen, diesen Rescue Mode. So können Administratoren falsch konfigurierte Bare Metal Server bearbeiten oder andere Probleme beheben.

Das Container Networking Interface (CNI) Kuryr unterstützt die Integration von OpenStack in die Container-Orchestrierung in Kubernetes mit einem CNI-Daemon. So können beispielsweise Kubernetes Pods kreiert werden, auch wenn der Controller ausfällt.

Ein neues Projekt in OpenStack ist der Container-Service Zun. Damit können Anwender schnell einen Container starten und laufen lassen, ohne, dafür Server oder Cluster verwalten zu müssen. Enterprise Networking, Storage und Authentifizierung sind ebenfalls in Containern möglich, weil Zun sich mit Neutron, Cinder, Keystone sowie anderen wichtigen OpenStack Services integriert.

“In den ersten Tagen der Cloud waren die Use-Cases sehr eng umrissen, aber der Umfang von Cloud-Use-Cases heute umfasst eine große Vielfalt von Workloads“, kommentiert COO der OpenStack Foundation Mark Collier . “So wie der Umfang der Cloud sich entwickelt, entwickelt sich auch OpenStack als Plattform.“

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