So lange halten iPhone, iPad und Mac im Schnitt durch

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Ein Marktbeobachter wagt sich dennoch an die Analyse von Apples Verkaufszahlen. Seine Aussagen zur durchschnittlichen Lebensdauer von Apple-Geräten sind jedoch lediglich eine Schätzung.

iPhones, iPads, Macs oder Apple Watches haben eine beschränkte Lebensdauer. Der Mobilfunk-Experte Horace Dediu hat jetzt eine Methodik entwickelt, wie lange ein Apple-Gerät im Schnitt genutzt werden kann. Alle Geräte seit 2013 kommen demnach im Schnitt auf eine Lebensdauer von vier Jahren und drei Monaten.

Dediu zieht für die Berechnung dieses Wertes die Verkaufszahlen von Apples Geräten und den aktiven Geräten heran, um damit die durchschnittliche Lebensdauer zu berechnen. Tatsächlich, so schätzt Dediu, sei die durchschnittliche Lebensdauer eines Applegerätes in den letzten fünf Jahren gestiegen.

Dieser Graph suggeriert, dass die durchschnittliche Lebensdauer von Apple-Geräten ständig zunimmt. Im Schnitt über alle Geräte hinweg soll die Lebensdauer vier Jahre und drei Monate betragen, geschätzt etwa zwei Drittel aller verkauften Apple-Geräte sind nach wie vor aktiv. (Bild: Asymco)
Dieser Graph suggeriert, dass die durchschnittliche Lebensdauer von Apple-Geräten ständig zunimmt. Im Schnitt über alle Geräte hinweg soll die Lebensdauer vier Jahre und drei Monate betragen, geschätzt etwa zwei Drittel aller verkauften Apple-Geräte sind nach wie vor aktiv. (Bild: Asymco)

Apple stand nach dem Bekanntwerden der Drossel-Software, die die Leistung von Geräten mit älteren Akkus herabsetzte, damit es nicht zu unerwarteten Abstürzen kommt, in der Kritik, mit geplanten Obsoleszenzen den Absatz von Neugeräten antreiben zu wollen.

Doch wie kommt Dediu zu diesen Zahlen? Ausgangspunkt war die Aussage des Apple-CEOs Tim Cook, der anlässlich der Bilanz zum ersten Quartal erklärt hatte, dass Apple über eine aktive installierte Basis von 1,3 Milliarden Geräten verfüge. Im Januar 2016 hatte Apple eine installierte Basis von rund einer Milliarde Geräte gemeldet.

Der Analyst verfolgt die Apple-Verkaufszahlen seit der ersten Markteinführung des iPhone im Jahr 2007. Seitdem soll Apple etwa 2,05 Milliarden Geräte verkauft haben. Wenn man nun aktive Geräte von den kumulierten Verkäufen abzieht, bleiben 750 Millionen Apple-Geräte, die aus verschiedenen Gründen still gelegt wurden.

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Laut Dediu lässt sich nun aus einem Chart die Lebensdauer von Apple-Geräten ablesen. Dafür muss der Punkt betrachtet werden, an dem die kumulativen Verkäufe der Geräte mit denen der stillgelegten Geräte übereinstimmt. Nachdem Apple 750 Millionen Geräte im dritten Quartal 2013 erreicht hat, glaubt der Analyst daraus ablesen zu können, dass die Lebensdauer seit dem zweiten Quartal 2013 bei vier Jahren und drei Monaten liegt.

Allerdings hatte Apple lediglich 2016 und 2017 Zahlen zu aktiven Geräten veröffentlicht. Daher ist die durchschnittliche Lebensspanne noch eine Schätzung. Auch lässt sich schwer aus diesen Zahlen seriös die durchschnittliche Lebensdauer für einzelne Gerätegruppen ablesen, denn ein Mac oder ein iPad wird deutlich seltener ausgetauscht als etwa ein iPhone, dagegen verkauft Apple deutlich höhere Stückzahlen von den populären Smartphones.

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In einem Umweltbericht hat Apple die Schätzung veröffentlicht, dass Nutzer des macOS und tvOS für etwa vier Jahre verwendet werden und dass iOS-Geräte und die Apple-Watch nach etwa drei Jahren ausgetauscht werden. Dennoch, so betont Apple, würden die meisten Geräte länger verwendet, wieder verkauft, weitergegeben oder an Apple zurückgegeben.

Zum ersten Mal meldeten IDC und Gartner auch rückläufige Smartphone-Verkäufe. Das liege laut den Marktbeobachtern auch daran, dass Anwender Smartphones immer länger behalten. Apple hat auf diesen Trend mit dem iPhone X reagiert.

Seit Januar 2016 habe Apple 587 Millionen Geräte verkauft. Das sorgt für einen Zuwachs von 300 Millionen aktiven Geräten. Dedius Analyse zeigt auch, dass etwa zwei Drittel der verkauften Apple-Geräte noch aktiv genutzt werden. Damit können Experten künftig auch besser abschätzen, wie viele Geräte Apple künftig verkaufen wird, und wie die Umsätze bei dem kalifornischen Unternehmen ausfallen werden.

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