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IBM will mit mikroskopischen Computer Produktfälscher entlarven

IBM stellt auf der Think-Konferenz einen Mini-Computer vor, der mit bloßem Auge kaum mehr zu erkennen ist. Diese neuen Computer sollen unter anderem Betrugsversuche und gefälschte Markenprodukte mit Hilfe einer Blockchain verhindern. Jährlich enstehen durch Produktpiraterie ein geschätzter Schaden in Höhe von rund 600 Milliarden Dollar jährlich.

Die eigentlichen Rechner sind die beiden Kuben in der linken Ecke. Die schwarze Platte setzt sich auch insgesamt 64 Motherboards zusammen. (Bild: IBM)

IBM ist mit Details zu dem neuen Rechner noch sehr sparsam. Allerdings werden diese mikroskopisch kleinen Rechner eine Schlüsselrolle in einem Blockchain-Netzwerk einnehmen, mit dem in den weltweiten Lieferketten gegen Fälschungen und Betrügerreien vorgegangen werden sollen. Der Rechner misst etwa einen Quadratmilimeter und soll als so genannter „Crypto-Anchor“ in Antifälschungssystemen eine größere Rolle spielen.

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Durch die fallenden Preise dieser Rechner hofft IBM, diese in Produkte und Waren integrieren zu können. Auf diese Weise soll die Lieferkette dieser Produkte durch ein fälschungssicheres System gesichert werden. Laut IBM könnten diese für die Lebensmittelsicherheit, für medizinische Produkte, genetisch veränderte Waren, teure Weine oder andere Luxusgüter eingesetzt werden.

Diese Mini-Rechner werden mit Solar-Zellen angetrieben. Über LED-Licht sollen die Rechner dann mit dem Netzwerk kommunizieren. Auf diese Weise können Unternehmen die Authentizität jeder Ware nachweisen, die mit diesem Rechner ausgestattet ist.

Die ersten dieser Rechner sollen in den nächsten 18 Monaten verfügbar werden, wie IBM mitteilt. Die Architektur dieses Systems setze auf bereits bestehenden Crypto-Anchor-Systemen auf, die bereits auf Produkt-Labels als digitale Fingerabdrücke aufgebracht werden.

Diese Rechner sollen in der Herstellung rund 10 Dollar-Cent kosten und mehrere Hunderttausend Transistoren sowie Storage, Stromversorgung und Kommunikationsschnittstellen bieten und das in der Größe eines Salzkorns.

Die genauen Spezifikationen dieses Supercomputers hält IBM wie gesagt derzeit noch unter Verschluss, gegenüber ZDNet erklärte ein Unternehmenssprecher jedoch, dass jedes dieser Rechner über eine Rechenleistung verfügt, die sich mit einem x86-Chip aus den 1990gern.

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Martin Schindler

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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