Windows 10 Lean: Details zur abgespeckten Windows-Version

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Sie ist Bestandteil des für Herbst geplanten Redstone-5-Updates. Windows 10 Lean verzichtet auf Hintergrundbilder und Apps wie Registry Editor. Auch Treiber für optische Laufwerke fehlen. Als Folge ist es rund 2 GByte kleiner als Windows 10 Pro.

Microsoft hat im jüngsten Build des Redstone 5 genannten Herbst-Updates eine neue Version von Windows 10 versteckt. Windows 10 Lean wurde gegenüber der normalen Desktop-Version deutlich abgespeckt und soll rund 2 GByte kleiner sein als Windows 10 Pro. Möglicherweise ist das schlanke Windows ein Hinweis auf ein neues, für mobile Geräte optimiertes Windows 10.

Laut Twitter-Nutzer Lucan, der Windows 10 Lean entdeckt hat, verzichtet Microsoft unter anderem auf einen Desktop-Hintergrund sowie Apps wie Registry Editor und Microsoft Management Console. Zudem sollen Treiber für CD- und DVD-Laufwerke fehlen. Darüber hinaus soll Edge nicht in der Lage sein, Dateien herunterzuladen. Auch Microsoft Office lässt sich unter Windows 10 Lean nicht installieren.

Windows 10 Lean (Bild: Lucan/Twitter)Intern soll Microsoft Windows 10 Lean auch als Windows 10 CloudE bezeichnen. Unklar ist, wie Microsoft die OS-Version von Windows 10 S abgrenzt, das künftig als alternativer Betriebsmodus in Windows 10 enthalten sein soll – zumal Windows 10 S anfänglich auch als Windows 10 Cloud bezeichnet wurde.

In einem Chat auf Twitter spekulierte die ZDNet-Bloggerin und Microsoft-Kennerin Mary Jo Foley, der Zusatz “E” in Windows 10 CloudE könne auf einen Windows-10-S-Modus für den Enterprise-Sektor hinweisen. Der Nutzer Lucan hielt dem entgegen, dass Windows 10 Lean nicht die sicherheitsrelevanten Einschränkungen wie Windows 10 S habe.

Die Vermutung, dass Windows 10 Lean hingegen auf mobile Geräte ausgerichtet sein könnte, wird durch die Rückkehr des Telefon-APIs in Windows 10 Redstone 5 gestützt. Die Programmierschnittstelle erlaubt es, mit Windows 10 Telefonate und Videoanrufe zu führen – was mit der aktuellen Version nicht möglich ist. Ob Microsoft aber tatsächlich eine Rückkehr in den Mobilsektor plant, bleibt abzuwarten. Erst im Oktober hatte der damalige Windows-Chef Joe Belfiore erklärt, Windows 10 Mobile habe keine Zukunft und erhalte nur noch Bug Fixes und Sicherheitsupdates.

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