Dank Trump: Apple spart Steuern in Milliardenhöhe

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Dank der von US-Präsident Trump initiierten Steuerreform spart Apple im ersten Halbjahr knapp drei Milliarden Dollar an Steuern. Die Steuerquote fällt von 24 Prozent auf unter 14 Prozent.

Laut dem jüngsten Quartalsbericht konnte Apple Umsatz und Gewinn im Vergleich zum Vorjahr erheblich steigern. Insgesamt setzte Apple 53,27 Milliarden Dollar um, 17 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2017. Der Gewinn erhöhte sich um 31 Prozent auf 11,52 Milliarden Dollar.

Apple-Zahlen-Bereiche-Q2-2018 (Screenshot: ZDNet.de)

Der iPhone-Umsatz verbesserte sich trotz einer nur geringfügigen Absatzerhöhung von 41,026 Millionen auf 41,300 Millionen Geräte von 24,8 auf 29,9 Milliarden Dollar. Der Grund dafür liegt an höheren Absatzmengen des Premiumgeräts iPhone X. Dadurch ist der durchschnittliche iPhone-Verkaufspreis auf 724 Dollar gestiegen.

Die Erlöse aus dem Verkauf von iPads und Macs waren mit einem Minus von jeweils fünf Prozent hingegen rückläufig. Sehr gut entwickelten sich auf die Bereiche Services und Andere Produkte. Unter Services verbucht Apple Einnahmen aus Diensten wie AppleCare, Apple Pay aber auch iTunes und App Store. Diese brachten Apple 9,55 Milliarden Dollar ein, was einem Zuwachs von 31 Prozent entspricht. Andere Produkte, dazu zählen Apple TV, iPod und Apple Watch, verbesserten sich sogar um 37 Prozent auf 3,74 Milliarden Dollar.

Steuern: Apple spart im ersten Halbjahr 2018 fast drei Milliarden US-Dollar

Der höhere Gewinn resultiert jedoch nicht nur aus einem stärken Abverkauf von Produkten mit einer höheren Rendite, sondern auch durch erheblich niedrigere Steuerzahlungen. Apple gibt den Steueraufwand (Provision for income taxes) für das abgelaufene Quartal mit 1,765 Milliarden an, was bei einem Gewinn von 13,284 Milliarden Dollar eine Steuerquote von 13,29 Prozent ergibt. Im Vorjahreszeitraum zahlte der Konzern bei einem Gewinn von 11,308 Milliarden Dollar Steuern in Höhe von 2,591 Milliarden Dollar. Die Steuerquote lag letztes Jahr noch bei 22,91 Prozent. Somit hat Apple in den letzten drei Monaten, trotz höheren Gewinns, 826 Millionen Steuern weniger gezahlt als im Vergleichszeitraum vor einem Jahr.

Apple-Zahlen: Q2 2018 (Screenshot: ZDNet.de)

Auch in den ersten drei Monaten 2018 hat der iPhone-Hersteller von der Trumpschen Steuerreform (PDF), deren Ziel es ist, die Steuerquote von Unternehmen auf 15 Prozent abzusenken, profitiert. So hat der Konzern von Januar bis März 2018 einen Gewinn von vor Steuern in Höhe von 16,168 Milliarden Dollar erzielt. Der Steueraufwand lag bei 2,346 Milliarden Dollar, was einer Steuerquote von 14,51 Prozent entspricht. Im Vorjahresquartal führte der iPhone-Hersteller bei einer Steuerquote von 24,98 Prozent noch 3,655 Milliarden Dollar ab, ein Rückgang in Höhe von 1,309 Millionen Dollar.

Insgesamt hat Apple also im ersten Halbjahr laut Bilanz 2,135 Milliarden Dollar weniger Steuern abgeführt, was einer Steuerquote von 13,96 Prozent entspricht. Setzt man die Steuerquote aus 2017 in Höhe von durchschnittlich 24,03 Prozent auf den im ersten Halbjahr 2018 erwirtschaften Gewinn an, beträgt die Ersparnis sogar 2,966 Milliarden Dollar. Den Gewinn im ersten Halbjahr konnte Apple also auch wegen der Steuerreform von 19,746 Milliarden Dollar im ersten Halbjahr 2017 auf 25,341 Milliarden Dollar steigern. Ohne Steuerreform wäre er nur um 13,31 Prozent auf 22,375 Milliarden Dollar angewachsen.

Apple. Steuerlast mit und ohne Trump-Steuerreform (Tabelle: ZDNet.de)

Apple ist nicht der einzige Konzern, der von der neuen Steuerreform profitiert. Allerdings spart er in absoluten Dollarbeträgen am meisten. Google hat beispielsweise in den ersten drei Monaten 2018 “nur” etwa 251 Millionen Dollar weniger Steuern als 2017 abgeführt. Die Steuerquote des Internetkonzerns beträgt hingegen nur knapp 11 Prozent. Auch Intel drückt seine Steuerlast von über 22 auf etwa 11 Prozent. Amazon senkt die Steuerquote von 24 auf knapp 15 Prozent. Dagegen beteiligen sich hiesige Konzerne prozentual wesentlich stärker an den Steuereinnahmen des Staates: SAP und VW kommen auf eine Steuerquote von knapp 30 (SAP) und etwa 26 Prozent (VW).

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