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Huawei überholt Apple bei weltweiten Smartphoneverkäufen

Huawei hat sich im zweiten Quartal im weltweiten Smartphonemarkt auf Platz 2 etabliert und Apple damit auf den dritten Platz verwiesen. Samsung hält weiterhin den Spitzenplatz mit 72,3 Millionen Verkäufen, musste jedoch einen Rückgang von 12,7 Prozent hinnehmen. Das berichten die Marktforscher von Gartner und bestätigen damit die zuvor von IDC beobachtete Entwicklung im europäischen Markt.

Die Honor-Modelle tragen wesentlich zu Huaweis Wachstum bei (Bild: Huawei).

Die Verkäufe an Endverbraucher steigerten sich laut Gartner im abgelaufenen Quartal um zwei Prozent auf 374 Millionen Smartphones. Googles Android konnte seinen Vorsprung noch einmal leicht ausbauen auf 88 Prozent des Marktes. Apples iOS erreichte 11,9 Prozent, während für andere Mobilbetriebssysteme praktisch kein Raum mehr blieb.

Huaweis weltweite Smartphoneverkäufe verzeichneten einen sprunghaften Anstieg um 38,6 Prozent auf 49,8 Millionen gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahrs, was einem aktuellen Marktanteil von 13,3 Prozent entspricht. Gartners Research Director Anshul Gupta führt das auf innovative Features und das erweiterte Portfolio zurück, mit dem der chinesische Hersteller mehr Konsumenten anspricht. “Huawei investierte viel in den Vertrieb, das Brand Building und die Positionierung der Honor-Geräte, um den Absatz zu steigern”, lässt er sich zitieren. “Das Unternehmen verkauft die Honor-Smartphones in 70 Märkten weltweit. Diese entwickeln sich zu einem Haupt-Wachstumstreiber von Huawei.”

Samsung sehen die Marktforscher der sich verlangsamenden Nachfrage nach Smartphones und der ständig wachsenden Konkurrenz chinesischer Hersteller ausgesetzt. Die geringere Nachfrage nach seinen Flaggschiff-Smartphones habe auch seine Profitabilität beeinträchtigt – und es müsse jetzt auf neues Wachstum durch das Note 9 hoffen.

Apple erzielte ein bescheidenes Wachstum von 0,9 Prozent im zweiten Quartal mit 44,7 Millionen verkauften iPhones und einem Marktanteil von nunmehr 11,9 Prozent. Gupta führt das auf nur minimale Verbesserungen in der gegenwärtigen Generation seiner Flaggschiff-Smartphones zurück. “Die Nachfrage nach dem iPhone X begann sich viel früher zu verlangsamen, als andere neue Modelle eingeführt wurden”, kommentiert er. Die zunehmende Konkurrenz chinesischer Marken und größere Erwartungen der Verbraucher brächten Apple unter Druck, bei seinen Premium-Smartphones mehr Gegenwert zu bieten.

Starkes Wachstum bewies hingegen auch Xiaomi mit einer Steigerung von 21,2 Millionen verkauften Smartphones auf 32,8 Millionen Smartphones. Das sicherte ihm den vierten Platz mit einem Marktanteil von 8,8 Prozent, auf Platz 5 gefolgt von Oppo mit 7,6 Prozent.

Kai Schmerer

Kai Schmerer ist Redaktionsdirektor bei NetMediaEurope in Deutschland. Er begann 2000 als Mitglied der Redaktion bei der silicon.de-Schwesterpublikation ZDNet und ist seit 2008 deren Chefredakteur.

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