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Twitter weitet Cloud-Partnerschaft mit Google aus

Google und Twitter haben einen Vertrag mit mehrjähriger Laufzeigt zur Nutzung von Google Cloud unterzeichnet. Das Social-Media-Unternehmen wird Workloads aus den Bereichen Analytics, Datenverarbeitung und Machine Learning in die Google Cloud auslagern.

Twitter verlässt sich bereits seit 2018 auf die Google Cloud für Cold Storage und Hadoop Cluster. “Unsere erste Partnerschaft mit Google Cloud war erfolgreich und hat es uns ermöglicht, die Produktivität unserer Ingenieurteams zu steigern”, sagte Twitter-CTO Parag Agrawal. “Der Ausbau dieser Beziehung und der Technologien von Google wird es uns ermöglichen, mehr aus unseren Daten zu lernen, uns schneller zu bewegen und den Menschen, die unseren Dienst täglich nutzen, relevantere Inhalte zu liefern.”

Die Datenplattform von Twitter wickelt täglich mehrere Milliarden Ereignisse ab und verarbeitet dabei Hunderte Petabytes an Daten. Auf über einem Dutzend Cluster führt sie zudem Zehntausende Jobs aus.

Ziel der neuen Zusammenarbeit ist, dass technische und auch nicht technische Teams mehr Einsichten in Twitters Daten erhalten. Zu diesem Zweck setzt Twitter künftig auf Google-Werkzeuge mit BigQuery, Dataflow und Cloud Bigtable. Bisher setzte Twitter auf selbst entwickelte Jobs für die Datenverarbeitung.

Google wiederum ist mit der Zusammenarbeit mit Twitter in der Lage, sein Cloudgeschäft zu stärken. Die Umsätze der Cloudsparte wuchsen im vierten Quartal 2020 zwar um 47 Prozent, der Geschäftsbereich schreibt aber immer noch rote Zahlen. Die Monate Oktober, November und Dezember bescherten Google einen operativen Verlust von immerhin 1,24 Milliarden Dollar.

Insgesamt steigen die Ausgaben für Cloud-Infrastrukturen. Marktführer sind Amazon Web Services und Microsoft Azure, die zusammen etwas mehr als die Hälfte des Markts kontrollieren. Laut Canalys liegt Googles Marktanteil derzeit bei 7 Prozent.

Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die Redaktionen von Silicon.de und ZDNet.de. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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Stefan Beiersmann

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