IoT-Hersteller Sierra Wireless stellt nach Ransomware-Angriff Produktion ein

Sicherheit
Ransomware (Bild: Shutterstock.com/Bacho)

Auch interne Systeme wie die eigene Website schaltet Sierra Wireless ab. Auf Kunden ausgerichtete Systeme sind jedoch nicht betroffen. Neben Sierra Wireless fängt sich auch der Serverhersteller Stratus eine Ransomware ein.

Das kanadische Unternehmen Sierra Wireless, hat einen Angriff auf seine internen IT-Systeme mit einer Ransomware bestätigt. Der Vorfall ereignete sich demnach am 20. März. Als Folge musste die Fertigung des Anbieters von IoT-Produkten eingestellt werden. Die Website von Sierra Wireless ist zudem offline.

In einer Stellungnahme betonte das Unternehmen, dass nur eigene System betroffen seien. Auf Produkte und Services für Kunden habe der Angriff keinen Einfluss, da diese Bereiche voneinander getrennt seien. “Sierra Wireless bittet seine Partner und Kunden um Geduld, während es sich bemüht, die Situation zu beheben.”

“Sobald das Unternehmen von dem Angriff erfuhr, haben seine IT- und Betriebsteams sofort Maßnahmen zur Abwehr des Angriffs in Übereinstimmung mit etablierten Cybersicherheitsverfahren und -richtlinien umgesetzt, die in Zusammenarbeit mit externen Beratern entwickelt wurden”, teilte Sierra Wireless mit. “Diese Teams sind der Meinung, dass sie mit der Unterstützung dieser und weiterer externer Berater den Angriff bewältigt haben und derzeit daran arbeiten, die internen IT-Systeme von Sierra Wireless wieder in Betrieb zu nehmen.”

Unklar ist derzeit noch, wann die Produktion und andere Systeme ihre Arbeit wieder aufnehmen können. Sierra Wireless kündigte lediglich an, der normale Geschäftsbetrieb werde schon bald fortgesetzt. Auch ist nicht bekannt, welche Erpressersoftware zum Einsatz gekommen ist und ob eine Lösegeldzahlung erfolgte.

Neben Sierra Wireless machte laut Bleeping Computer gestern auch der Serverhersteller Stratus einen Angriff von Cybererpressern öffentlich. Um die Attacke einzudämmen, musste das Unternehmen sein Service-Portal und das ActiveService Network (ASN) abschalten. Über letzteres unterstützt Stratus seine Kunden beim Betrieb ihrer Stratus-Server, um Fehler frühzeitig zu entdecken und Ausfallzeiten zu minimieren.

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