Microsoft macht Teams für Verbraucher allgemein verfügbar

Microsoft hat wie versprochen zahlreiche neue Funktionen für seine Kommunikations-App Teams freigegeben, die speziell auf Verbraucher ausgerichtet sind. Sie sind ab sofort und kostenlos über die Desktop-, Web- und mobile App verfügbar.

Bisher waren die neuen Funktionen nur als Preview erhältlich. Dazu gehört der Zusammen-Modus, in dem Teilnehmer einer Teams-Besprechung in eine gemeinsame virtuelle Umgebung eingebettet sind. Er soll den Einbruch vermitteln, alle Teilnehmer befänden sich im selben Raum oder am selben Ort.

Darüber hinaus stehen Nutzern bei Anrufen nun GIFs und Live-Emojis zur Verfügung. Wird ein Gruppenanruf verpasst, kann ein Nutzer den Nachrichtenverlauf im Chat lesen – die Chats in Teams bleiben auch nach der Beendigung eines Anrufs erhalten.

Microsoft verspricht zudem, dass sich Videoanruf-Links in Teams mit jedem Gerät teilen und auf PC, Mac beziehungsweise unter iOS und Android – sowie im Browser – nutzen lassen. Allerdings gibt es Beschränkungen für Verbraucher. Bei einem 1:1 Gespräch in Teams können Nutzer bis zu 24 Stunden kostenlos miteinander kommunizieren. Wird das Zusammentreffen zu einem Gruppengespräch erweitert, bei dem bis zu 100 Teilnehmer möglich sind, schrumpft die kostenlose Gesprächszeit auf 60 Minuten. Aktuell und bis auf Widerruf bietet Microsoft für Gruppengespräche aufgrund der COVID-19-Pandemie eine Sonderregelung: kostenlos sind bis zu 300 Teilnehmer und bis zu 24 Stunden erlaubt.

Neu ist auch ein Gruppenchat per SMS. Diese Funktion bietet Microsoft anfänglich aber nur in den USA, Kanada, Mexiko sowie mit Einschränkungen in Großbritannien, Indien, Brasilien und Kolumbien an. Diese Funktion soll nach Angaben des Unternehmens schrittweise eingeführt werden.

Teams ist als Kommunikationslösung eigentlich auf Unternehmen ausgerichtet. Die Kontaktbeschränkungen während der Corona-Krise verschafften der App in den vergangenen Monaten zahlreiche neue Nutzer – auch im privaten Bereich. Dort konkurriert sie jedoch immer noch mit der Messaging-App Skype, die viele identische Funktionen bietet, vom Chat bis zum Gruppenvideotelefonat. Während Microsoft im Business-Segment Skype zugunsten von Teams aufgibt, äußerte sich das Unternehmen bisher nicht zu seinen Plänen für Skype im Consumer-Bereich.

Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die Redaktionen von Silicon.de und ZDNet.de. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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