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Intels Umsatz und Gewinn stagnieren im zweiten Quartal

Intel hat die Bilanz für das zweite Quartal 2021 vorgelegt. Der Prozessorhersteller erwirtschaftete einen Nettogewinn von 5,1 Milliarden Dollar bei Einnahmen von 19,6 Milliarden Dollar – im Vorjahreszeitraum waren es 5,1 Milliarden Dollar Profit und 19,7 Milliarden Dollar Umsatz. Beide Kategorien übertreffen aber die Erwartungen von Analysten.

Sie hatten im Vergleich zu den Monaten April, Mai und Juni 2020 mit einem Umsatz- und Gewinnrückgang gerechnet. Trotzdem zeigten sich Anleger von den Kennzahlen enttäuscht. Im nachbörslichen Handel rutschte der Kurs der Intel um 2,61 Prozent auf 54,50 Dollar ab. Damit liegt er etwa in der Mitte der Handelsspanne der vergangenen 52 Wochen.

Trotzdem hob Intel seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr an. Das Unternehmen begründete dies mit einer hohen Nachfrage nach PCs sowie der voranschreitenden Digitalisierung. Das Fiskaljahr will Intel nun mit einem Umsatz von 77,6 Milliarden Dollar und einem Non-GAAP-Aktiengewinn von 4,80 Dollar beenden. Auch diese Vorhersage übertrifft die Einschätzung der Wall Street.

Die Client Computing Group nach 10,1 Milliarden Dollar ein, 6 Prozent mehr als vor einem Jahr. 6,5 Milliarden Dollar weist die Bilanz für die Data Center Group aus, was allerdings einem Rückgang von 9 Prozent entspricht. Die Internet-of-Things-Group verbesserte sich um 47 Prozent auf 984 Millionen Dollar. Die Tochter Mobileye erzielte indes mit 124 Prozent das größte Wachstum.

Vom Boom der Halbleiterbranche konnte die Speichersparte indes nicht profitieren. Ihr Umsatz schrumpfte um 34 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar – trotz eigentlich steigender Preise für Speicherchips.

“Noch nie war die Zeit in der Halbleiterindustrie so spannend wie heute. Die Digitalisierung von allem beschleunigt sich weiter und schafft für uns und unsere Kunden enorme Wachstumschancen in zentralen und neuen Geschäftsbereichen. Mit unserer Größe und unserem erneuten Fokus auf Innovation und Umsetzung sind wir einzigartig positioniert, um diese Chance zu nutzen. Ich glaube, dass dies erst der Anfang eines Jahrzehnts mit nachhaltigem Wachstum in der gesamten Branche sein wird”, sagte Intel-CEO Pat Gelsinger “Unsere Ergebnisse für das zweite Quartal zeigen, dass unsere Dynamik zunimmt, dass sich unsere Umsetzung verbessert und dass unsere Kunden uns weiterhin für führende Produkte wählen.”

Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die Redaktionen von Silicon.de und ZDNet.de. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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