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Arc: Intels Grafikkarten für Verbraucher kommen Anfang 2022

Intel hat seine Pläne für Grafikkarten für Verbraucher konkretisiert. Mit Intel Arc hat haben die für Gamer und Creator gedachten Produkte, die bisher unter der Bezeichnung DG2 entwickelt wurden, einen Markennamen erhalten. Zudem kündigte das Unternehmen an, die Produkte bis Ende März 2022 in den Handel zu bringen.

Die Grafikkarten basieren auf Intels High-Performance-Grafikarchitektur Xe. Die erste Generation bezeichnet Intel mit dem Codenamen “Alchemist” – die Nachfolger sollen ebenfalls Codenamen auf dem Bereich von Fantasy-Spielen erhalten wie “Battlemage”, “Celestial” und “Druid”.

Zu technischen Details machte Intel bisher nur wenige Angaben. So sollen die Grafikkarten Windows DirectX 12 Ultimate unterstützen und Ray-Tracing-Beschleunigung und ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Supersampling bieten.

Derzeit wird der Markt für Grafikchips von Nvidia und AMD kontrolliert. Während Nvidia im Bereich der Grafikkarten für Desktop-PCs führend ist, ist AMD der wichtigste Lieferant der Hersteller von Spielkonsolen. AMD-Chips stecken in Microsofts Xbox X und Xbox S sowie in Sonys Playstation 5. Um beiden Unternehmen Marktanteile abnehmen zu können, wird Intel wohl Produkte auf den Markt bringen müssen, die die Grafikchips von AMD und Nvidia überflügeln.

Ein Vorteil für Intel könnte sein, dass es seine Grafikkarten besser auf die eigenen in CPUs integrierten Grafiklösungen anpassen kann – vor allem bei Geräten, die bei Bedarf zwischen einer internen Grafik und einem zusätzlichen eingeständigen Grafikchip umschalten, um den Stromverbrauch zu minimieren.

“Der heutige Tag ist ein Schlüsselmoment auf der Reise, die wir vor einigen Jahren begonnen haben. Die Einführung der Marke Intel Arc und die Enthüllung zukünftiger Hardware-Generationen zeigen Intels tiefes und anhaltendes Engagement für Gamer und Kreative auf der ganzen Welt”, sagte Roger Chandler, Intel Vice President und General Manager für Client-Grafikprodukte und -lösungen. “Wir haben Teams, die unglaubliche Arbeit leisten, um sicherzustellen, dass wir erstklassige und reibungslose Erfahrungen liefern, wenn diese Produkte Anfang nächsten Jahres verfügbar sind.”

Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die Redaktionen von Silicon.de und ZDNet.de. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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