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Google investiert eine Milliarde Euro in Deutschland

Google hat ein Investitionsprogramm für Deutschland angekündigt. Bis 2030 will der Technikkonzern insgesamt eine Milliarde Euro hierzulande investieren. Geplant sind zwei neue Rechenzentren sowie eine Initiative, künftig den Strombedarf durch CO2-freie Energie zu decken.

Ein Teil des Geldes fließt in ein neues Rechenzentrau in Hanau mit einer Fläche von 10.000 Quadratmeter. Laut Google ist es nur etwa 20 Kilometer vom Frankfurter Internet-Knotenpunkt DE-CIX entfernt. Es soll bereits im kommenden Jahr voll betriebsbereit sein und die Google-Cloud-Region Frankfurt erweitern, um die wachsende Nachfrage nach Cloud-Diensten von Google zu erfüllen.

Darüber hinaus plant Google ein weitere Cloud-Region in Deutschland. Die Wahl dafür fiel auf den Standort Berlin-Brandenburg. “Die Region Berlin-Brandenburg wurde speziell für die Bereitstellung von Unternehmensdiensten und -produkten für Google Cloud-Kunden aller Größen und Branchen in Deutschland konzipiert. Sie wird in das vorhandene Hochleistungsnetzwerk digitaler Knotenpunkte integriert, das mittlerweile aus 27 Google Cloud-Regionen überall auf der Welt besteht”, teilte Google mit.

Die neue Cloud-Region soll Unternehmen und Institutionen mehr Zuverlässigkeit und geringere Latenzzeiten für ihre Produkte und Services bieten. Google sieht die neue Region aber auch als Option für ein “verbessertes betriebliches Kontinuitätsmanagement mit einer sicheren Infrastruktur, die erforderlich ist, um IT- und Geschäftsanforderungen in Bezug auf Disaster Recovery” zu erfüllen.

Google will aber auch weiterhin in erneuerbare Energieprojekte investieren. So soll über den lokalen Partner Engie eine neue Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 39 Megawatt entstehen. Zusammen mit der erneuerbaren Energie, die 22 von Engie betreute Windparks liefern, will Google ab 2022 zu jeder Stunden rund 80 der an die Google-Infrastruktur gelieferten Energie aus CO2-freien Quellen decken. Eine vollständige Dekarbonisierung will Google weiterhin bis 2030 erreichen.

Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die Redaktionen von Silicon.de und ZDNet.de. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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