HPE erhält 2-Milliarden-Dollar-Auftrag von der NSA

Hewlett Packard Enterprise (HPE) hat sich einen Großauftrag vom US-Auslandsgeheimdienst National Security Agency (NSA) gesichert. Die NSA kauft High-Performance-Computing-Technologien via HPEs GreenLake-Plattform im Wert von zwei Milliarden Dollar.

GreenLake ist HPEs Edge-to-Cloud-Plattform. Sie bietet vollständig verwaltete und sichere Clouddienste im eigenen Rechenzentrum. “Die Cloud, die zu ihren Anwendungen und Daten kommt, wo auch immer sich diese befinden”, heißt es auf der HPE-Website.

Die Vereinbarung sieht vor, dass HPE für die NSA eine umfassende High-Performance-Computing-Lösung baut und verwalten. Sie soll sich unter anderem aus HPE-Apollo-Systemen und HPE-ProLiant-Servern zusammensetzen, die große Datenmengen verarbeiten können und Deep Learning sowie künstliche Intelligenz unterstützen. Gehostet wird das System, das im kommenden Jahr seinen Betrieb auf nehmen soll, in einem QTS Rechenzentrum.

“Die Implementierung von künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen und Analysefunktionen auf riesigen Datenmengen erfordert zunehmend High Performance Computing (HPC)-Systeme”, sagte Justin Hotard, SVP von HPE, in einer Pressemitteilung. “Kunden verlangen HPC-Funktionen für ihre datenintensivsten Projekte in Kombination mit einer einfachen, unkomplizierten und agilen Verwaltung.”

GreenLake wurde vor vier Jahren von HPE ins Leben gerufen. HPE-CEO Antonio Neri erklärte zuletzt, dass “GreenLake letztendlich ein Synonym für HPE sein sollte”. Im Juni hatte GreenLake nach Angaben von HPE mehr als 1.200 Kunden mit einem Gesamtauftragswert von 4,8 Milliarden US-Dollar.

Ein weiterer Großauftrag der NSA befindet sich derzeit noch in der Schwebe. Amazon soll künftig im Auftrag der NSA einen Datenpool mit geheimen Information verwahren. Gegen die Vergabe des Auftrags legte Microsoft jedoch Mitte August Beschwerde ein – es geht um 10 Milliarden Dollar. Zuvor hatte Microsoft einen Milliardenauftrag des Pentagon nach einer Beschwerde von Amazon verloren. Dieser soll nun neu ausgeschrieben werden.

Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die Redaktionen von Silicon.de und ZDNet.de. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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