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Investorengruppe kauft Sicherheitsanbieter McAfee für 14 Milliarden Dollar

Das Cybersicherheitsunternehmen McAfee hat einen neuen Eigentürmer. Eine Gruppe von Investoren zahlt insgesamt mehr als 14 Milliarden Dollar für den Spezialisten für Cybersicherheit. Der Abschluss der Transaktion ist für die erste Hälfte 2022 geplant.

Angeführt wird das Konsortium von Advent International Corporation, Permira Advisers, Crosspoint Capital Partners, Canada Pension Plan Investment Board, GIC Private und einer Tochter der Abu Dhabi Investment Authority. Basierend auf dem Schlusskurs von 21,21 Dollar der McAfee-Aktie am 4. November erhalten alle Aktionäre 26 Dollar in Bar je Anteilsschein. Nach Abschluss der Übernahme werden McAfee-Aktien nicht mehr öffentlich gehandelt.

Bereits im März hatte McAfee seine Sparte für Enterprise-Sicherheitsprodukte an ein Konsortium unter der Leitung der Symphony Technology Group veräußert, und zwar für rund 4 Milliarden Dollar. Nach der Abspaltung von Intel im Jahr 2017 konzentrierte sich McAfee auf Cloud-Dienste und seine Enterprise-Produkte. Nun soll der Schwerpunkt wieder auf das Consumer-Geschäft gelegt werden, um ein langfristiges Wachstum zu ermöglichen.

Einer Stellungnahme der neuen Eigentümer zufolge soll McAfee finanzielle Unterstützung und auch operative Ressourcen erhalten, um die steigende Nachfrage nach Cybersicherheitsdiensten erfüllen zu können. Sie wiesen auch darauf hin, dass McAfees Board of Directors nun 45 Tage Zeit habe, um ein besseres Übernahmeangebot zu erhalten.

“Die Risiken, denen Verbraucher in allen Bereichen ihres digitalen Lebens ausgesetzt sind, sind immens, und diese Risiken sind beispiellos und nehmen schnell zu”, sagte Greg Clark, Managing Partner bei Crosspoint Capital und ehemaliger CEO von Symantec. “Verbraucher kaufen von Marken, denen sie vertrauen, und mit der weltweit anerkannten Marke McAfee sehen wir die langfristige Chance, Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die diese Risiken in allen Aspekten ihrer digitalen Präsenz abdecken.”

Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die Redaktionen von Silicon.de und ZDNet.de. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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