Microsoft beschleunigt erneut Verteilung von Windows 11

Microsoft forciert den Rollout seines neuen Betriebssystems Windows 11. Das Unternehmen registriert nach eigenen Angaben einen hohen Anteil von Nutzern mit einem “positiven Update-Erlebnis”. Erstmals hatte Microsoft die Verteilung bereits Ende Oktober anhand von Daten seiner Machine-Learning-Modelle ausgeweitet.

“In den ersten Phasen der Einführung von Windows 11 haben wir durchweg eine hohe Anzahl an positiven Update-Erfahrungen und Nutzer-Feedback für die in Frage kommenden Geräte festgestellt, die mit unserem Machine-Learning-Modell der neuesten Generation ausgewählt wurden”, heißt es nun im Health Dashboard von Windows 11. “Auf der Grundlage dieser Daten treiben wir den Rollout schneller voran als ursprünglich angekündigt und stellen das Windows 11-Upgrade nun auf breiterer Basis für berechtigte Windows 10-Geräte zur Verfügung.”

Ein Grund für die vielen positiven Rückmeldungen zum Windows-11-Upgrade dürften die deutlich strengeren Hardwareanforderungen für das neue Betriebssystem sein. Einer Schätzung zufolge sollen nur etwa die Hälfte der im Enterprise-Bereich derzeit eingesetzten Geräte diese Anforderungen erfüllen. Insgesamt geht man davon aus, dass nur etwa 40 Prozent der weltweit 1,3 Milliarden Windows-10-PCs auf Windows 11 umgestellt werden können.

Für die restlichen 60 Prozent ergeben sich wenige: Entweder sie werden bis Oktober 2025 durch neue Geräte ersetzt oder zumindest aufgerüstet, um Windows 11 zu unterstützen, oder sie werden nach dem Oktober-Patchday in vier Jahren verschrottet. Ein Betrieb über Oktober 2025 hinaus ohne Zugang zu Sicherheitsupdates sollte wie bei jedem Betriebssystem mit dem Status “End of Life” keine Option sein.

Allerdings kann weiterhin nicht jedes eigentlich upgradefähige System auf Windows 11 umgestellt werden. So gibt es derzeit beispielsweise ein Kompatiblitätsproblem mit einem Hardwaretreiber von Intel. Betroffen ist der Treiber für die Intel Smart Sound Technology. Er kann unter Umständen einen Absturz mit Blue Screen of Death auflösen. Systeme, auf denen der Intel-SST-Treiber installiert ist, sind bis auf weiteres von der Verteilung ausgeschlossen.

Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die Redaktionen von Silicon.de und ZDNet.de. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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