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Markt für Smartwatches: Samsung verkürzt Abstand zu Apple deutlich

Samsung hat im dritten Quartal 2021 seine Smartwatch-Verkäufe deutlich gesteigert. Laut aktuellen Zahlen von Counterpoint erzielte das koreanische Unternehmen sogar einen neuen Quartalsrekord. Dazu trug maßgeblich die aktuelle Galaxy-Watch-4-Serie sowie der Umstieg vom hauseigenen Betriebssystem Tizen zu Wear OS bei.

Apple behaupte mit der Apple Watch und Watch OS zwar weiterhin die Führungsposition, die Marktanteil des Unternehmens aus Cupertino schrumpfte jedoch gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 28 auf 22 Prozent. Samsungs Wechsel zu Wear OS sorgte hingegen dafür, dass sich der Anteil des auf Android basierenden Betriebssystems von 3 auf 17 Prozent erhöhte.

Samsung eroberte zudem den zweiten Platz weltweit – vor einem Jahr lag Samsung noch deutlich hinter Huawei. Allerdings profitierte Samsung auch von der durch das US-Handelsembargo ausgelösten Schwäche von Huawei und auch Apples Entscheidung, die Markteinführung der Apple Watch 7 vom dritten auf das vierte Quartal zu verschieben.

Den dritten Platz sicherte sich laut Counterpoint der chinesische Anbieter Amazfit. Dessen Smartwatches fanden zuletzt auch in Europa viele Abnehmer.

“Samsung hat im dritten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Obwohl die Auslieferungen der Galaxy-Watch-4-Serie viel höher waren als erwartet, wurden mehr als 60 Prozent der Gesamtauslieferungen in Nordamerika und Europa verkauft, wo der Anteil der Modelle im mittleren bis hohen Preissegment hoch ist. Um seinen Marktanteil weiter zu erhöhen, wird Samsung voraussichtlich in den nächsten zwei bis drei Jahren erschwingliche Modelle auf den Markt bringen, um den schnell wachsenden asiatischen Markt zu bedienen. Ein Drittel der im 3. Quartal 2021 verkauften Smartwatches kostete weniger als 100 US-Dollar”, sagte Sujeong Lim, Senior-Analystin bei Counterpoint.

Insgesamt wuchs der Markt für Smartwatches im dritten Quartal um 16 Prozent. Damit setzte sich das zweitstellige Wachstum der Vorquartale fort.

Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die Redaktionen von Silicon.de und ZDNet.de. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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