Office 2016 und 2019: Microsoft stellt ab 2023 Support für Microsoft 365 ein

Microsoft hat klargestellt, dass es ab Oktober 2023 den Support für den Zugriff älterer Office-Version auf Services von Microsoft 365 einstellen wird. Nutzer von Office 2016 und Office 2019 sollen zwar auch noch über dieses Datum hinaus auf Microsoft 365 zugreifen können, im Fall von Problemen jedoch keine Unterstützung von Microsoft erhalten.

Der erweiterte Support für Office 2016 endet eigentlich erst am 14. Oktober 2025. Dasselbe Datum gilt auch für Office 2019, da diese Office-Version laut Microsoft nur den Mainstream-Support erhält und keinen erweiterten Support.

Bereits im April 2017 sowie im Februar 2018 hatte Microsoft seine Pläne öffentlich gemacht, Verbindungen zwischen Office-Clients und den Clouddiensten von Microsoft 365 nur noch während des Mainstream-Supports zu unterstützen. Ein zugehöriges Support-Dokument enthält allerdings nicht eindeutige Aussagen zu den Folgen für Nutzer.

So heißt es dort im ersten Absatz: „Office 2019 und Office 2016 werden für die Verbindung mit Microsoft 365 (und Office 365) Diensten bis Oktober 2023 unterstützt.“ Einen Absatz später schreibt Microsoft: „Wichtig: Wir werden keine aktiven Maßnahmen ergreifen, um andere Versionen des Office-Clients, die noch unterstützt werden und auf dem neuesten Stand sind, wie beispielsweise Office 2013 mit Service Pack 1, daran zu hindern, sich mit Microsoft 365-Diensten zu verbinden. Allerdings können bei diesen älteren Clients mit der Zeit Leistungs- oder Zuverlässigkeitsprobleme auftreten.“

Auf Nachfrage von ZDNet.com teilte ein Sprecher des Softwarekonzerns nun mit, dass Microsoft weiterhin nicht plane, offizielle unterstützte Clients zu blockieren. „In der Praxis bedeutet dies, dass wir bei der Aktualisierung von Exchange Online, SharePoint Online und anderen Microsoft 365-Diensten nicht die Einschränkungen umgehen werden, die mit den älteren Perpetual-Office-Clients verbunden sind, die bereits nicht mehr vom Mainstream unterstützt werden. Die Kunden werden nicht daran gehindert, eine Verbindung herzustellen, aber sie können möglicherweise nicht den vollen Nutzen aus ihren neuen Investitionen in unsere Cloud-Dienste ziehen. Im Laufe der Zeit könnten sie auf unerwartete Probleme stoßen.“

Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die Redaktionen von Silicon.de und ZDNet.de. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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